Die Fußballweltmeisterschaft 2026 beginnt am 11. Juni. Und schon jetzt schauen mehr als eine Milliarde Menschen nicht nur auf die sportlichen Ereignisse, die den Sommer aufregender machen werden. Die Veranstaltung selbst sorgt für jede Menge Diskussionsstoff.
Dass der Fußball-Weltverband FIFA nicht gerade für Tiefstapelei bekannt ist, zeigt die Tatsache, dass wir vom 11. Juni bis zum 19. Juli die größte Weltmeisterschaft aller Zeiten erleben werden. 48 Teams messen sich an 16 Spielorten in drei Ländern auf zwei Kontinenten in 104 Spielen. So etwas hat es noch nie gegeben. Das bedeutet Herausforderungen auf allen Ebenen. Aufgrund der opulenten Qualifikationsphase und ihres Überraschungspotenzials schrammte ein ehemaliger Favorit wie Italien erneut an einer Teilnahme vorbei, übrigens das dritte Mal hintereinander. Stattdessen sind Mannschaften aus Jordanien, Kap Verde, Usbekistan und Curaçao erstmals dabei. Ob das Ganze tatsächlich dazu gedacht ist, der ganzen Welt zu ermöglichen, an diesem Turnier teilzunehmen und vom Sieg zu träumen, oder ob es ausschließlich dazu dient, die Kassen des Weltverbandes zu füllen, muss an anderer Stelle diskutiert werden. Sportlich kann es zumindest für Spannung sorgen – und für die Realisierung kleinerer Märchen. Was nämlich, wenn einer der Underdogs plötzlich einen großen Favoriten wie Argentinien, Frankreich oder England aus dem Turnier wirft? Natürlich wäre das der Stoff, aus dem Fußballmärchen gemacht sind.
Auf der anderen Seite werden solche romantischen Träume einiger Fans von astronomisch hohen Ticketpreisen getrübt sowie von der sensiblen innenpolitischen Lage in den USA und außenpolitischen Krisen wie dem Iran-Krieg (besonders kritisch ist in diesem Zusammenhang die Frage nach einer Teilnahme der qualifizierten iranischen Nationalmannschaft zu sehen) und der rigiden Zollpolitik der Trump-Regierung.
Da die deutsche Mannschaft unter den Buchmachern „nur“ zum erweiterten Favoritenkreis gehört, hat sie im Grunde nicht viel zu verlieren. Zudem ist die Gruppe E mit den Gegnern Curaçao, Elfenbeinküste und Ecuador zumindest auf dem Papier durchaus machbar. Doch Ähnliches hat man auch schon in früheren Turnieren vermutet. Was oft vergessen wird: Auch „kleinere“ Fußballnationen greifen mittlerweile auf Spieler aus Top-Ligen zurück. In den Reihen der Mannschaft von Curaçao findet sich beispielsweise Sheffields Star Tahith Chong. Oder Jürgen Locadia, der mal für Hoffenheim kickte. Über Trainer-Legende Dick Advocaat muss man ohnehin keine Worte verlieren. Die Elfenbeinküste läuft mit Edel-Kickern wie Franck Kessié (Al-Ahli), Yan Diomande (RB Leipzig) und Amad Diallo (Manchester United) auf, und Ecuador stellt mit Moisés Caicedo (FC Chelsea), Piero Hincapié (Arsenal FC) und Willian Pacho (Paris Saint-Germain) ein echtes Superstar-Trio. Gemütlich wird es für Deutschland also nicht.
Fußball live im TVDie Fußball-WM 2026 wird in Deutschland von drei Anbietern übertragen: Die komplette Weltmeisterschaft mit allen 104 Spielen läuft bei MagentaTV. Davon sind 44 Partien exklusiv nur dort zu sehen. Im Free TV zeigen ARD und ZDF zusammen 60 Spiele, darunter sind alle Deutschland-Spiele, das Eröffnungsspiel, beide Halbfinale und das Finale. Außerdem werden die Free-TV-Spiele kostenlos in den Mediatheken von ARD und ZDF gestreamt. Das ZDF zeigt das Eröffnungsspiel und die Eröffnungsfeier live im Free-TV. Dabei trifft Gastgeber Mexiko am Donnerstag, 11. Juni, auf Südafrika. Das ZDF zeigt auch das Finale am Sonntag, 9. Juli. Zusätzlich laufen beide Spiele natürlich auch bei MagentaTV. |