Hunde-Gesundheitsvorsorge

So bleibt der Hund fit

30.03.2026, 02.00 Uhr
Regelmäßige Gesundheitschecks sind auch für Vierbeiner Pflicht. prisma verrät, wie oft Hundehalter beim Tierarzt vorbeischauen sollten und worauf zu achten ist.
Ein Hund beim Tierarzt.
Regelmäßige Besuche beim Tierarzt sind Pflicht. Fotoquelle: Getty Images/FreshSplash

Die genauen Zahlen schwanken, aber schätzungsweise 10,5 bis 10,6 Millionen Hunde leben in etwa 21 Prozent der deutschen Haushalte. Damit gehören Hunde zu den beliebtesten Haustieren überhaupt. Die Tendenz ist steigend. Doch wie oft man mit dem vierbeinigen Liebling beim Tierarzt vorbeischauen sollte und welche Präventionsmaßnahmen wichtig sind, wissen viele Besitzer oftmals nicht genau.

Ganz nach dem Motto „Vorbeugung ist besser als Therapie“ ist ein jährlicher Termin beim Veterinär Pflicht. Ältere Hunde ab sieben bis acht Jahren sollten zweimal jährlich beim Doc vorbeischauen. Bei der Untersuchung wird der Bauchraum abgetastet, die Lymphknoten und das Gebiss werden kon-
trolliert, das Gangbild überprüft sowie Haut und Fell unter die Lupe genommen. Die Vorsorge für Senioren kann  zusätzlich ein Blutbild sowie eine Ultraschalluntersuchung von Bauch und Herz umfassen, da viele Nieren- und Lebererkrankungen erst im späteren Verlauf sichtbar werden. Auch eine Blutdruckmessung wird empfohlen. Zahnsanierungen können bei älteren Hunden ebenfalls ein Thema sein.

Beim jährlichen Check werden die Hunde zudem geimpft und die Halter werden zur Parasitenprophylaxe beraten. Zur Bekämpfung von Zecken können beispielsweise Tabletten gegeben werden, die bis zu zwölf Wochen wirksam sind. Auch sogenannte Spot-on-Präparate, die im Nacken aufgetragen werden und sich über das Fell verteilen, helfen gegen Zecken. Für Hunde in Risikogebieten empfiehlt die Impfkommission eine Borreliose-Impfung. Jedoch ersetzt diese keinen zusätzlichen Zeckenschutz.

Bei einigen Hunderassen sind rassenabhängige Erkrankungen bekannt, die häufiger auftreten und daher ein besonderes Augenmerk verlangen. Deutsche Schäferhunde, Golden Retriever und Rottweiler neigen beispielsweise zur Hüftdysplasie, weshalb Untersuchungen der Hüftgelenke im Rahmen des allgemeinen Check-ups und Röntgenaufnahmen empfehlenswert sind. Beim Cavalier King Charles Spaniel treten oft Herzprobleme auf, daher sollte diese Hunderasse den ersten Herz-
ultraschall bereits im Alter von zwei Jahren erhalten. Kurznasige Rassen wie Bulldogge oder Mops haben häufig mit Atemproblemen zu kämpfen und sollten kontinuierlich überwacht werden.