Sie stammte aus einfachen Eisenbahner-Verhältnissen und wurde zu einer der erfolgreichsten Verlegerinnen Nachkriegsdeutschland: Die SWR-Dokumentation zeichnet die "realen" Erfolge der Unternehmerin Burda nach.

Fiktionale Großprojekte flankieren die öffentlich-rechtlichen Sender gerne sozusagen "wissenschaftlich": Und so liefert die vom SWR für den Einsatz im Ersten produzierte neue Dokumentation "Aenne Burda – Die Königin der Kleider" im Anschluss an den zweiten und letzten Teil des Mittwochspielfilms über die taffe Wirtschaftswunderunternehmerin, historische Bilder, Fakten und Einschätzungen zur Lebensleistung der "Schnittmusterbogen"-Unternehmerin. Mithilfe von viel Archivmaterial und Zeitzeugen-Statements unter anderem auch von ihrem erfolgreichen Sohn, dem Verleger Hubert Burda, wird der Aufstieg der Print-Unternehmerin aus einfachen Verhältnissen nacherzählt.

Erst die Heirat mit dem Verleger und Druckereibesitzer Franz Burda, die in eine unglückliche Ehe mündete, ermöglichte der dreifachen Familienmutter Anna, die sich später selbstbewusst "Aenne" nannte, den Zugang zur Verlagswelt. Erst musste sie viele Schwierigkeiten – auch Stolpersteine ihres eigenen Gatten – überwinden. Doch dann konnte sie ihren Traum verwirklichen, Deutschlands Nachkriegsdamenwelt neu einzukleiden. Aenne Burda wurde so zu einer stilprägenden Ikone der Wirtschaftswunderzeit.


Quelle: teleschau – der Mediendienst