Schauspielerin veröffentlich Memoiren

"Basic Instinct": Sharon Stone wurde bei Beinüberschlag-Szene ausgetrickst

Es ist die berühmteste Szene aus "Basic Instinct": Sharon Stone schlägt ihre Beine übereinander und gibt dabei mehr preis, als ihr lieb ist. Denn sie wurde am Set ausgetrickst.

Die MeToo-Debatte ist noch lange nicht zu Ende. Immer wieder kommen Geschichten über sexuelle Belästigungen von Schauspielerinnen bei ihrer Arbeit ans Licht. In ihren neuen Memoiren "The Beauty of Living Twice" schreibt nun die US-amerikanische Schauspielerin Sharon Stone ("Casino") von einer solchen. Einen Auszug daraus hat unter anderem die Zeitschrift "Vanity Fair" erhalten.

In ihrem Buch berichtet Stone unter anderem über die Dreharbeiten zu "Basic Instinct" (1992). Diese seien sehr schwierig für sie gewesen. So soll ein Produktionsmitglied sie während der Dreharbeiten zu der berühmten Beinüberschlag-Szene aufgefordert haben, ihre Unterwäsche auszuziehen. Die fertige Szene habe sie dann später in einem "Raum voller Agenten und Anwälte, von denen die meisten nichts mit dem Projekt zu tun hatten" gesehen.

HALLO WOCHENENDE!
Interviews, TV-Tipps und vieles mehr: Zum Start ins Wochenende schicken wir Ihnen jeden Freitag unseren Newsletter aus der Redaktion.

"So habe ich meine Vagina-Aufnahme zum ersten Mal gesehen", schreibt sie, "lange nachdem mir gesagt wurde: 'Wir können nichts sehen – Sie müssen nur Ihr Höschen ausziehen, denn das Weiß reflektiert das Licht, also wissen wir, dass Sie ein Höschen anhaben'". Im Anschluss an die Vorführung habe Stone den Regisseur Paul Verhoeven geohrfeigt, ehe sie vom Auto aus ihren Anwalt Marty Singer angerufen hätte.

Am Ende habe sie sich dennoch für die Szene entschieden: "Und warum? Weil es für den Film und für die Figur richtig war; und weil ich sie schließlich gemacht habe", so Stone. "Ich kann sagen, dass die Rolle bei weitem die anstrengendste war, die ich je hatte, was die Betrachtung der dunklen Seite meiner selbst angeht", schreibt Stone weiter. Während der Dreharbeiten sei sie dreimal geschlafwandelt und hätte "schreckliche Albträume" gehabt.

Doch es ist nicht der einzige Belästigungsfall, von dem sie in ihrem Buch berichtet: Bei einem anderen Film etwa hätte der Regisseur sie aufgefordert, auf seinem Schoß zu sitzen, wenn er ihr Anweisungen gab. Am Ende ihrer Ausführungen kommt Stone zu dem Schluss: "Sex, nicht nur Sexualität auf dem Bildschirm, wird in meinem Geschäft schon lange erwartet."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
Das könnte Sie auch interessieren