Die alljährliche Preisverleihung im Münchner Lustspielhaus ist nicht nur ein Festakt für die ausgezeichneten Künstler, sondern auch ein bemerkenswertes Branchentreffen der Kabarett-Welt.

Die Absahner stehen bereits fest. Besonders spannend am vom BR übertragenen "Preis-Regen", bei dem die Ausgezeichneten bekanntlich bereits im Vorfeld feststehen, ist daher meistens der Kameraschwenk ins Publikum. Im stets bis auf den letzten Platz gefüllten Münchner Lustspielhaus, eine der führenden Kleinkunstbühnen der Landeshauptstadt, können Kenner der Szene meist viele verdiente Kabarettkollegen erkennen. Entscheidend ist alle Jahre wieder: Bringen die Kurzdabietungen auf der Bühne auch die gestrengen Profis im Saal zum Lachen? Bei der Verleihung "Bayerischer Kabarettpreis 2019" dürfte nichts anbrennen, hat man sich doch auf besonders würdige Preisträger geeinigt.

Den Ehrenpreis bekommt in diesem Jahr der in Würden gealterte Satiriker Arnulf Rating, der Hauptpreis geht an den deutschen Lieblingsfranzosen Alfons, der mit seinem Puschelmikrofon die spontan-anarchischen Bürgerbefragungen zu seinem Markenzeichen gemacht hat. In der Musikkategorie werden die Herren Ringlstetter & Zinner prämiert. Und der sogenannte "Senkrechtstarter-Preis" geht an Christine Eixenberger. Die Nachwuchshoffnung aus Miesbach ist allerdings immerhin bereits 32 Jahre alt und stand schon mit Wolfgang Krebs vor der Kamera. Launig durch den Abend führt der aus der früheren ZDF-"Anstalt" bekannte Satiriker Urban Priol, leicht zu erkennen an seiner gezielt zerzausten Verrückter-Professor-Frisur. Außerdem halten Georg Schramm, Frank-Markus Barwasser, Sebastian Bezzel und Wolfgang Krebs die Laudatio-Reden.


Quelle: teleschau – der Mediendienst