Als launischer Teenager aus "Go Trabi Go" wurde Claudia Schmutzler quasi über Nacht bekannt, später spielte sie "Schwester Stefanie". Ab Dienstag, 29. Oktober, ist sie als neue Heldin bei "Rote Rosen" zu sehen.

Sie wurde einst so richtig durchgeschüttelt auf der Rückbank im himmelblauen Trabi namens "Schorsch", musste sich 118 Trabi-Witze eines Fernfahrers anhören und schrieb damit gleich mal deutsche Filmgeschichte: Bereits 1991 erlebte die aus Dresden stammende Schauspielerin Claudia Schmutzler in Peter Timms Kinokomödie "Go Trabi, go" ihren großen Durchbruch auf Bundesebene. Die flotte Wendestory mit Wolfgang "Stubbe" Stumph und Maria Gruber avancierte aus dem Stand zum Kult, kein Wunder, dass ein zweiter Teil kam: Auch in der Fortsetzung "Go Trabi Go 2 – Das war der wilde Osten" verkörpert sie mit damals Mitte 20 wieder die launische Tochter Jacqueline Struutz. Nun ist sie als neue Heldin in der ewigen ARD-Lovestory "Rote Rosen" zu sehen (ab Dienstag, 29. Oktober, 14.10 Uhr),

Claudia Schmutzler hat in den vergangenen knapp drei Jahrzehnten eine beachtliche Karriere absolivert und war immer wieder auch in populären Serienrollen zu sehen. Mitte der "Nullerjahre" spielte die Dresdnerin sechs Jahre lang die Krankenschwester Stefanie in der erfolgreichen Arzt-Serie "Für alle Fälle Stefanie". Seit 2005 war Claudia Schmutzler in 280 Folgen der "SOKO Wismar" zu sehen – 13 Jahre verkörperte sie Hauptkommissarin Katrin Börensen. "Wenn man zehn Jahre oder mehr Zeit mit Menschen bei einer solch intensiven Arbeit verbringt, dann sieht man deren Kinder groß werden. Es verlieben sich Menschen, sie heiraten und gehen vielleicht wieder auseinander", erklärte sie jetzt in einem Interview gegenüber der Agentur teleschau, wie intensiv das Bindungsgeflecht an einem Serienset mithin sein kann.

28 Jahre nach "Go Trabi Go" feiert die 53-Jährige in "Rote Rosen" nun also ein weiteres großes Debüt: Für ein Jahr spielt sie Astrid Richter – eine Frau, die sich Hals über Kopf in einen viele Jahre jüngeren Mann verliebt. Eine Story, die durchaus Parallelen zum echten Leben aufweist. Auch privat ist Claudia Schmutzler mit einem 17 Jahre jüngeren Mann liiert. Im teleschau-Interview geht sie auf die Nähe der Serienfigur zur eigenen Vita ein: "Ich bin eine jung Gebliebene im Kopf", beteuert Schmutzler. "Durch reine Vernunft lasse ich mir nicht immer alles verbieten. Auch nicht von mir selbst. Ich wundere mich selbst oft, wie alt ich schon bin. Weil ich eigentlich noch genauso fühle, wie mit Anfang 20." Sie finde es "eher traurig, wenn man sich aus scheinbaren Vernunftgründen seine Gefühle verbietet". Die Schauspielerin lässt tief blicken: "Bevor ich meinen jetzigen Freund kennenlernte, lebte ich zehn Jahre ohne festen Partner. Es war durchaus in meinem Kopf, vielleicht mein restliches Leben alleine zu bleiben. Ich bin froh, dass es anders gekommen ist."

Für die Zukunft lasse sie das Leben einfach auf sich zukommen, erklärte sie im Gespräch mit der prisma: "Wenn man gesund ist, kann man alles schaffen", so Claudia Schmutzler, deren Tochter ebenfalls in der Entertainmentbranche erfolgreich ist: Sie siegte bei "The Voice of Germany" 2014 und hat sich auch als Schauspielerin schon einen Namen gemacht.

"Go Trabi Go" wird am Montag, 11. November, 20.15 Uhr, im MDR-Fernsehen wiederholt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst