Wenn die Arbeit von Staatsanwälten ins Bild der Öffentichkeit rücken, stammt dieses vor allem aus einem Gerichtssaal. Doch eine Staatsanwältin wie die im "37°-"Film porträtierte Olga S. trägt nicht immer schwarze Robe. Wird ein Fall erst vor Justitia verhandelt, sind ihm zumeist umfangreiche und sehr intensive Vorbereitungen vorausgegangen.

Der Filmemacher Manfred Karremann hatte die Möglichkeit die Staatsanwältin Olga S. über die Dauer mehrerer Monate mit der Kamera zu begleiten. Sein Ergebnis ist nun im Rahmen von "37°" unter dem Titel "Die Staatsanwältin" im Zweiten zu sehen. Erstaunlich ist, wie breit gefächert die Suche nach der Wahrheit doch wirklich ist. Es sind erst die Staatsanwälte, die Ermittlungsaufträge an die Polizei erteilen. Doch die Anordnung beispielsweise einer Hausdurchsuchung oder einer Telefonüberwachung erfolgt nicht einfach grundlos. So muss ein Richter erst die angeblich nötige Maßnahme genehmigen. Und dieser will durch schlagkräftige Argumente überzeugt werden.

Die Staatsanwältin bricht ihren breit gefächerten Beruf auf einen Satz herunter. "Es ist die Suche nach Beweisen", sagt sie. Diese führt sie auch in die Gerichtsmedizin. Dort sieht sie mitunter Schreckliches, das andere Menschen wohl nie zu Gesicht bekommen. Für die junge Frau ist dabei vieles bedrückend. "Aber", so rechtfertigt sie, "es geht nicht nur darum Schuld zu beweisen. Sondern eben auch Unschuld."


Quelle: teleschau – der Mediendienst