Schlagerstar Ben Zucker spricht über seine Alkoholsucht
Ben Zucker ist spätestens seit seiner Durchbruch-Single „Na und?!“ aus dem Jahr 2017 bekannt und tourt seither erfolgreich durch Deutschland. In seinem Buch „Kämpferherz“ gewährt er aber auch düstere Einblicke in sein Leben und verrät darin u.a. auch, warum er sich im vergangenen Jahr dazu entschieden hat, sein Alkoholproblem öffentlich zu machen.
Ben Zucker legt Alkoholproblem offen
2017 gelang Benjamin Fritsch, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Ben Zucker“ der ganz große Erfolg. Doch mit dem Ruhm begann für den beliebten Sänger gleichzeitig auch ein dunkles und abgründiges Kapitel in seinem Leben: Er flüchtete sich in den Alkohol und trank zwischenzeitlich sogar eine Flasche Wodka am Tag. Im Sommer letzten Jahres informierte er dann die Öffentlichkeit über seine Suchterkrankung, nicht zuletzt deshalb, um Verantwortung zu übernehmen, wie er damals verriet: „Auch um Verantwortung zu übernehmen- für mich, meine Familie, Freunde und Fans. In meinem Dorf spricht sich so was schnell rum, und das hält wachsam“. Je mehr Menschen aus seinem Umfeld Bescheid wüssten, desto eher bleibe er abstinent, da er nicht einfach mal so anfange zu trinken, wenn alle über seine Krankheit informiert seien.
Zucker kritisiert gesellschaftlichen Umgang mit Suchtkranken
Obwohl er seine Alkoholsucht publik gemacht und einen offenen Umgang damit gefunden hat, kritisiert er den gesellschaftlichen Umgang mit dieser Erkrankung, wie er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ offenbart: „Die Menschen denken, jemand, der ein Alkoholproblem hat, müsste morgens vorm Discounter stehen und sich in die Hosen machen. Aber das ist nicht so“. So sehe das Alltagsleben einer betroffenen Person nicht aus: „Ich stehe nicht morgens zitternd vorm Spiegel und denke: ´Scheiße, was mache ich jetzt?´“.
Ben Zucker: „Ich weiß, dass es Disziplin braucht“
Immerhin sei es ihm möglich gewesen, in seiner bisherigen, neunjährigen Karriere vier Jahre lang nicht getrunken zu haben. Doch auch das sei eine Herausforderung gewesen, da er sich für seine Abstinenz immer wieder habe rechtfertigen müssen, wie er weiter ausführt: „Wenn du als Mann nicht trinkst, heißt es, man hätte den Führerschein verloren. Trinken Frauen nicht, kommt schnell das Gerücht auf, dass sie schwanger sind“. Aktuell ist der Musiker trocken, ist sich allerdings bewusst, „dass das Thema mich mein Leben lang begleiten wird“. Tagtäglich müsse er sich seiner Sucht stellen: „Ich weiß, dass es Disziplin braucht“.
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