Show-Einblick

Diego Pooths schonungslos ehrlicher Rückblick auf seine „Let’s Dance“-Teilnahme

28.01.2026, 11.37 Uhr
Von außen sieht „Let´s Dance“ oft aus wie ein eleganter Spaziergang über das Parkett. Diego Pooth (22) weiß es inzwischen besser, denn für ihn war es eher ein emotionaler Hindernislauf. Der Sohn von Verona Pooth (57) blickt heute ungewohnt offen auf seine Teilnahme zurück und räumt mit einigen Illusionen auf.
Diego Pooth in einem weißen Shirt.
Diego Pooth spricht über die Herausforderungen bei "Let's Dance".  Fotoquelle: picture alliance / Geisler-Fotopress | Hein Hartmann

Als Diego Pooth vor gut einem Jahr den Anruf von RTL erhielt, ahnte er nicht, dass dieser Moment sein Leben verändern würde. „Wir wollen gern, dass du tanzt“, hieß es. Seine ersten Reaktionen waren Unsicherheit und ein Anruf beim Vater. Tanzen? Öffentlichkeit? Druck? Franjo Pooth (56) riet klar ab: „Sag ab, wir können nicht tanzen.“ Doch Diego nahm die Herausforderung an.

Vom Studenten zum Dancing Star

Vor „Let´s Dance“ führte Diego Pooth nach eigenen Worten ein „relativ normales Studentenleben“. Im Rampenlicht zu stehen war ihm zwar nicht fremd, doch Tanzen gehörte definitiv nicht zu seinen Ambitionen. Dementsprechend groß fiel der Kontrast aus, als er sich plötzlich im Glitzerkostüm auf dem Parkett wiederfand. Diesen Moment sollte er später als die „unangenehmsten zehn Minuten“ seines Lebens bezeichnen.

Training bis an die Belastungsgrenze

Viele Zuschauer unterschätzen, dass „Let´s Dance“ kein Show-Spaziergang ist. Für Diego Pooth war von Anfang an klar, dass er nicht einfach nur „mitmachen“ würde. Er wollte lernen, wachsen, sich beweisen. Dieser Weg war jedoch steiniger als erwartet. Drei Monate lang trainierte Diego täglich bis zu 15 Stunden, ohne Pause. Besonders das Training mit Ekaterina Leonova (38), bekannt als „General Ekat“, verlangte ihm alles ab. Körperliche Erschöpfung, mentale Selbstzweifel und der ständige Vergleich mit seinen Mitstreitern setzten ihm zu. Für Körper und Kopf ist „Let´s Dance“ ein echter Stresstest. Auch nach dem Finale zahlte Diego einen hohen Preis: Knieprobleme, tägliche Arztbesuche, Spritzen.

Mentale Hürden und körperliche Grenzen

Die Konkurrenz forderte Diego zunehmend mental. Der öffentliche Druck machte ihm zu schaffen. Zweifel, Rückschläge und die eigene Körpergröße von 1,92 Metern machten viele Tänze zu einer echten Herausforderung. Jeder Tanz ein Urteil, jede Bewegung kommentiert. Lob und Kritik lagen oft nur Sekunden auseinander. Erst beim Contemporary-Tanz erlebte Diego einen Wendepunkt: „Da hat es Klick gemacht.“ Rückblickend beschreibt er die Zeit als intensiv, manchmal überfordernd, aber letztlich prägend.



Der Sieg – und was bleibt

Am Ende stand neben dem Pokal vor allem eine persönliche Entwicklung, die weit über das bloße Tanzen hinausgeht. Heute spricht Diego Pooth von Dankbarkeit. „Let´s Dance“ habe ihn gezwungen, über seinen Schatten zu springen wie niemals zuvor. Und auch bereuen will er nichts. Disziplin, Durchhaltevermögen und eine neue Wertschätzung für Profitänzer – auch das hat Diego dazugewonnen. Hinter der ewig lächelnden TV-Fassade stecken knallharte Arbeit, Schweiß und Schmerz. Diese Erfahrungen hätten ihn verändert.

Der Weg – nicht leicht, aber prägend

Die Geschichte von Diego Pooth ist kein Märchen von einem Naturtalent, sondern eine Erzählung über Disziplin, Schmerz und Wachstum. Tatsächlich wirkt Diego heute reflektierter, geerdeter. „Let´s Dance“ war für ihn weniger ein Karriereschritt als vielmehr Selbsterfahrung. Ein Sieg, ja. Ein Titel, gewiss. Aber vor allem reifte in ihm die Erkenntnis, dass man manchmal seine Grenzen überschreiten muss, um sich weiterzuentwickeln.

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