Bowie-Hommage

Zehn Jahre nach David Bowies Tod: Warum „Heroes“ sein Vermächtnis neu erzählt

29.01.2026, 11.49 Uhr
von Tom Ruder
Alexander Scheer ehrt David Bowie mit dem Bühnenprogramm "Heroes". Eine Mischung aus Musik und Lesung, inspiriert von Bowies 100 Buchfavoriten, geht ab März 2026 auf Deutschlandtour.

Vor gut zehn Jahren, am 10. Januar 2016 endete einer der fantastischsten Karrieren, die die Musikwelt je sah. David Bowie starb an den Folgen einer Krebserkrankung, von der die Öffentlichkeit bis dahin nichts erfahren hatte. Sein Leichnam wurde verbrannt, seine Asche auf Bali verstreut. Das Ende einer einzigartigen Geschichte – und ein Anfang zugleich.

Denn Bowie ist nicht vergessen. Im Gegenteil: Sein musikalischer Stil prägt Künstlerinnen und Künstler weiterhin, es gibt Fotoausstellungen, All-Star-Konzerte, Dokumentationen im Fernsehen und vieles mehr. Eine der interessantesten Erinnerungen an Bowie lässt sich derzeit in Berlin verfolgen – und bald schon auch im Rest des Landes.

Von 1976 bis 1978 lebte David Bowie in Berlin, nahm dort Drogen, aber auch Alben auf, darunter mit "Heroes" jenes, das einen der populärsten Titel des Künstlers enthält. Eben genau so, "Heroes", ist denn auch schlicht ein Bühnenabend überschrieben, der an David Bowie auf besondere Weise erinnert. Konzipiert wurde das Programm von Steffen Sünkel.

David Bowies Bücherliste: Diese Werke prägten sein Leben und Schaffen

"Heroes" ist eine musikalisch-literarische Hommage an David Bowie mit Alexander Scheer und seiner Band. Grundlage ist eine von David Bowie selbst veröffentlichte Liste von 100 Büchern, die sein Leben und Schaffen prägten. Homers "Ilias" und Dantes "Inferno" gehören ebenso dazu wie Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz" und "Nachdenken über Christa T." von Christa Wolf, aber auch "Clockwork Orange" und einige weniger bekannte Bücher. Scheer präsentiert eine Mixtur aus Musik und Lesung, nutzt aber auch andere künstlerische Stilformen.



Alexander Scheer, geboren 1976 in Jena, gehört zu den eigenwilligsten und wandlungsfähigsten Schauspielern seiner Generation. Aufgewachsen in der späten DDR, geprägt von Umbruch, Subkultur und Musik, entwickelte er früh ein Gespür für Rollen jenseits des Glatten und Gefälligen. Nach der Schauspielausbildung machte er unter anderem an der Berliner Volksbühne auf sich aufmerksam. Dort arbeitete er mit Regisseuren wie Frank Castorf und Christoph Schlingensief.

Preisgekrönte Verwandlung: Alexander Scheer als Gerhard Gundermann

Auch im Film machte er sich einen Namen, erstmals in Leander Haußmanns Klassiker "Sonnenallee" (1999). Viel Lob erhielt er für seine Rolle als Liedermacher Gerhard Gundermann in Andreas Dresens "Gundermann" (2018), in dem er auch sein Gesangstalent bewies. Im Schauspielhaus Hamburg stand er als "Der Mann der vom Himmel fiel" in Falk Richters Inszenierung "Lazarus" von David Bowie auf der Bühne.

Nach den Abenden am Berliner Ensemble geht "Heroes" ab März bundesweit auf Tour:
28.03.26 Hannover Theater am Aegi
17.04.26 Stuttgart Liederhalle
30.04.26 Düsseldorf Tonhalle
03.05.26 Hamburg Laeiszhalle
08.05.26 Leipzig Gewandhaus
14.05.26 Frankfurt / Main Alte Oper
29.05.26 Bremen Metropol Theater
06.06.26 Köln Philharmonie
30.06.26 Dresden Kulturpalast


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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