Debatte um Ballermann-Hit

Olaf Henning über „Cowboy und Indianer“: Warum der Song bis heute polarisiert

29.01.2026, 11.16 Uhr
Olaf Henning verteidigt seinen Ballermann-Hit "Cowboy und Indianer" im ZDF-Magazin "Volle Kanne". Trotz anhaltender Kritik sieht er in dem Song keine Verbindung zu amerikanischen Ureinwohnern.
"Volle Kanne"
Schlagersänger Olaf Henning feiert mit "Cowboy und Indianer" bis heute Erfolge.  Fotoquelle: ZDF

Seit Jahren gehört "Cowboy und Indianer" zu den Klassikern am Ballermann. Der Song gehört zu den bekanntesten Liedern von Olaf Henning und ist bereits im Jahr 2000 entstanden. Doch erst die Remix-Version von 2006 brachte die große Bekanntheit – ein "Schlüsselmoment" für die Karriere des Sängers, wie Moderator Florian Weiss am Mittwoch im ZDF-Servicemagazin "Volle Kanne" anmerkt.

"Dann ging es los, dann kam Universal auf mich zu und sagte: Olaf, das machen wir jetzt", erinnert sich der Schlagerstar. Bis heute sei der Song erfolgreich – und das trotz zahlreicher Diskussionen um den Text. "Das Lied ist auch echt unkaputtbar. Und jedes Jahr gibt es aber wieder eine neue Diskussion", moniert der 57-Jährige. Dieses Jahr habe "irgendein Professor" der Universität Bochum die Verwendung des Begriffs "Indianer" beanstandet. "Aber damit hat das alles gar nichts zu tun", betont Henning.

Klare Worte vom Schlagersänger: Olaf Henning zeigt sich unbeeindruckt

"Es geht um ein Kinderspiel von früher", pflichtet ihm der Moderator bei und merkt an, dass es "keine Verbindung zu den amerikanischen Ureinwohnern" gebe. "Gar nicht", bestätigt Henning. "Das Lied wird im Kindergarten getanzt, gesungen. Das hat damit gar nichts zu tun." Im Song gehe es "um die Kindheit – und ich singe so viel über die Kindheit, wie ich möchte".

Von Debatten und Kritik rund um die verwendeten Begrifflichkeiten will sich Olaf Hennig die Freude an seinem erfolgreichsten Song nicht nehmen lassen. Bereits im Herbst vergangenen Jahres erklärte der Ex-Mann von Andrea Berg im Interview mit dem Sender sonnenklar.tv, "heute noch stolz" auf seinen kontroversen Track zu sein.



Dabei verriet er auch, wie ihm die Idee zum Song gekommen sei: "Als Kinder haben die Nachbarstochter und ich uns gerne zum Karneval als Cowboy und Indianer verkleidet. Ich kenne niemanden, der das nicht früher gemacht hat. Heute gilt das als 'kulturelle Aneignung', ist mir aber wurscht."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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