Casting-Show

"DSDS" mit schlechtester Quote aller Zeiten in junger Zielgruppe

"Deutschland sucht den Superstar" im Quoten-Sinkflug: Die vergangene Ausgabe der Casting-Show war beim jungen Publikum gar die schwächste aller Zeiten.

Teils grottenschlechte Kandidaten, aber stets gute Quoten für RTL – so lassen sich die Casting-Shows von "Deutschland sucht den Superstar" üblicherweise zusammenfassen. Doch am Dienstag stürzte die Sendung, die bereits seit 2002 ausgestrahlt wird, auf ein Allzeittief. Ein Marktanteil von 11,3 Prozent in der jungen Zielgruppe, resultierend aus 1,13 Millionen Zuschauern, das bedeutet: das schwächste Ergebnis bei den 14- bis 49-Jährigen in der Geschichte von "DSDS".

Auch die Gesamtzuschauerzahl ließ zu wünschen übrig: 2,82 Millionen Menschen schalteten für Dieter Bohlen und Co. ein, so wenige waren es zuletzt 2019. Lange galt die Castingshow als Quotengarant für RTL, doch inzwischen ist nicht mehr ausgeschlossen, dass "DSDS" sogar unter den Senderschnitt fällt.

Welche Rolle das Konkurrenzprogramm gespielt hat? Im ZDF war die Handball-WM zu sehen, Deutschland erlitt eine unerwartete Niederlage gegen Ungarn. Aber das Zuschauerinteresse war groß: Insgesamt schalteten 4,70 Millionen Handball-Fans ein, darunter 1,27 Millionen junge (12,6 Prozent in dieser Altersgruppe). Aufschlussreicher ist wohl der Vergleich mit der Privatkonkurrenz: Selbst Joko Winterscheidts "Wer stiehlt mir die Show?" mit Gewinner Thomas Gottschalk, welches selbst Tiefstwerte verzeichnete, holte mit 11,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen noch eine bessere Quote.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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