Am Sonntag, 18. März, wird in Russland gewählt. Der Sieger steht bereits fest. Präsident Putin wird in seine vierte Amtszeit gehen. Die französische 90-Minuten-Dokumentation "Propaganda 3.0 – Putin und der Westen" (20.15 Uhr) untersucht die Methoden eines neuen kalten Krieges, der das Ziel verfolgt, den ehemaligen und offenbar wieder neuen Klassenfeind "digital" zu destabilisieren.

Wenn früher Panzer und Raketen in Richtung Westen zielten, sind es heute Trolle und andere Methoden des Internet-Kampfes. So unterstützten gut organisierte russische Kräfte im französischen Präsidentschaftswahlkampf 2017 beispielsweise die Rechtsnationalen um Marine Le Pen.

Nach einer Gesprächsrunde im Anschluss an die Dokumentation (21.50 Uhr) folgt um 22.10 Uhr ein weiterer 90-Minüter, der unter der Federführung des ZDF entstand. In "Russland wählt" erklären Aleksandr Rastorguev und Christian Schulz die stärker werdende, junge Putin-Opposition Russlands – gegenwärtig ist sie jedoch noch chancenlos. Auch, weil Kandidaten mit Potenzial wie Alexej Nawalny nicht zur Wahl zugelassen wurden.

Schließlich wirft die Reportage "Moskauer Medienkrieg", eine Langzeitbeobachtung des unabhängigen Fernsehsehsenders Doschd – zu Deutsch "Regen" –, um 23.40 Uhr einen genauen Blick auf die tägliche Arbeit eines populären Mediums, das die Staatsmacht am liebsten kalt gestellt sähe.


Quelle: teleschau – der Mediendienst