Seit 1967 gab es in der DDR einen "Plan X". Er sollte verhindern, dass sich im Krisenfall ein Volksaufstand wie der von 1953 wiederholen würde. Damals gingen unzufriedene Arbeiter und Werktätige auf die Straße, um vehement gegen die unzureichende Versorgung zu protestieren.

Der immer wieder aktualisierte Plan, Honeckers sogenannte "Direktive 1/67" sah vor, dass nahezu 3.000 Menschen festgenommen und mehr als 10.000 in Isolierungslager verschleppt werden sollten. Friedens- und Umweltaktivisten, Kirchenvertreter, Künstler und Ausreisewillige würden im Ernstfall verschärft überwacht.

Der Film von Katharina und Konrad Herrmann (RBB) zeigt anhand von Stasiakten die Perfidie des Honecker-Plans, er geht aber auch der Frage nach, warum dieser vor dem Mauerfall von 1989 nicht in die Tat umgesetzt wurde.


Quelle: teleschau – der Mediendienst