Zum tragischen Drogentod seines Bruders hat sich Schauspieler Joaquin Phoenix öffentlich fast nie geäußert. Nun machte er für ein Interview eine Ausnahme.

River Phoenix gehörte zu den ganz großen Talenten in Hollywood, war schon als Kind ein Star und mit 18 das erste Mal für einen Oscar nominiert. Doch sein junges Leben nahm ein tragisches Ende. In der Halloween-Nacht 1993 starb River mit nur 23 Jahren vor Johnny Depps Club "Viper Room" auf dem legendären Sunset Strip in Los Angeles. Nach einem tödlichen Drogencocktail hörte sein Herz auf zu schlagen – in den Armen seines kleinen Bruders Joaquin Phoenix.

Der Schauspieler, der gerade für einen Oscar als bester Hauptdarsteller in "Joker" nominiert ist, und seine Familie schwiegen jahrelang über den schrecklichen Verlust. Nun, fast 27 Jahre später, sprachen sie mit dem amerikanischen Journalisten Anderson Cooper in seiner Serie "60 Minutes" über die schwere Zeit und ihre noch immer ungebrochene Trauer.

"Wir waren uns seiner Berühmtheit damals gar nicht so sehr bewusst, denn wir schauten uns weder TV-Shows im Fernsehen an, noch kauften wir Klatsch-Magazine. Uns war nicht einmal klar, was für ein bedeutender Schauspieler und großer Filmstar River wirklich war", offenbarte Phoenix vor laufender Kamera. "In der schlimmsten Zeit unseres Lebens flogen dann Hubschrauber über unser Haus und Leute versuchten, sich auf unser Grundstück zu schleichen. Das hat unseren Trauerprozess extrem erschwert."

Der "Joker"-Star war 19 Jahre alt, als sein Bruder starb und hatte ein enges Verhältnis zu ihm. Noch heute spüre er diese Verbindung, betonte Phoenix. "Ich habe das Gefühl, dass es praktisch in jedem Film, den ich gedreht habe, in irgendeiner Form eine Verbindung zu River gab. Und ich denke, dass wir alle seine Präsenz und Führung in unserem Leben auf vielfältige Weise gespürt haben."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH