Vom 25. November bis 17. Dezember 2017 tourt Kabarettist Jürgen Beckers alias Jürgen B. Hausmann mit dem Weihnachtsprogramm "Alle Jahre widder" durchs Rheinland (Termine können Sie unter www.juergen-beckers.de finden). Im kommenden Jahr geht der 53-Jährige dann auf Frühlingstournee (vom 17. März bis 13. Juni 2018).

Mit Ihrer Weihnachtstournee starten Sie in die Adventszeit. Worauf darf sich Ihr Publikum freuen?

Auf eine Nummernrevue voller Wortwitz und Alltagsbeobachtungen aus der Adventszeit, eben Plätzchen backen, basteln und dekorieren, Adventskranz und Weihnachtsbaum schmücken. Es passieren genug Missgeschicke, Schluss mit Harmonie. Gerade für Kinder ist das Backen ja eine völlig ungewohnte Erfahrung abseits des Digitalen. Eben Eier statt Ei-Pad.

Was darf Weihnachten auf keinen Fall fehlen?

Hausgemachte Sülze. Aber die gibt es erst am späten Abend. Vorher ganz klassisch Kartoffelsalat und Würstchen als Fingerfood, danach Schweinefilet und eine Bayerische Creme. Beste Hausmannskost.

Sie waren Lehrer für Latein, Griechisch und Geschichte. Wo haben Sie mehr für die Bühne gelernt: in der Schule oder Bütt?

Ich habe ja schon mit elf Jahren meine erste Büttenrede gehalten. Eine gute Büttenrede ist wie ein Stundenentwurf am Gymnasium in Würselen. Sie besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Wichtig ist die Zahl der Pointen. Eine gute Büttenrede hat 30 Pointen, in Köln müssen es ein paar mehr sein.

Wie lustig ging es im Unterricht beim Lehrer Beckers zu?

Das hatte schon Unterhaltungscharakter, hin und wieder musste ich mich ziemlich beherrschen. Doch im Kollegium sorgte das für Angriffspunkte. Neid halt ...

Braucht die Schule mehr Kabarettisten?

Unbedingt! (Lacht) 

Interview: M. Machan.