So ausführlich und offen hat Jan Fedder öffentlich noch nicht über seine schwere Krebserkrankung gesprochen. "Das war die schlimmste Zeit meines Lebens, weil ich überhaupt keine Kraft mehr hatte. Ich konnte nicht einmal mehr den Telefonhörer abnehmen", erzählt der 63-Jährige in der neuen Ausgabe der Talksendung "Reinhold Beckmann trifft ...", aus der der NDR vorab zitiert.

Wegen eines Mundhöhlen-Karzinoms musste sich der Schauspieler 30-mal bestrahlen lassen, ein Drittel seiner Zunge musste ihm entfernt werden. "Es war wohl das vierzehnte Mal, dass ich ans Tor oben geklopft habe. Aber der liebe Gott hat gesagt, er will mich noch nicht. Dieses Mal war es jedoch wirklich knapp!"

Zwischenzeitlich habe er sogar an Selbstmord gedacht, erzählt Fedder in dem neuen Talk-Format. "Wenn alles scheiße ist, fragt man sich, wozu das alles noch und ob man das Leben beenden sollte." Doch die Liebe zu seiner Frau Marion habe ihn am Leben gehalten. Nach dem Krebs ereilte den Volksschauspieler ("Großstadtrevier") jedoch der nächste Schicksalsschlag: Bei einem Sturz brach er sich die Hüfte, die Beine und beide Kniescheiben. Erschwert wurde die Heilung durch eine Infektion. "Das Laufen geht gerade so, aber besser ist es mit dem Rollstuhl", sagt er. "Doch es gibt Schlimmeres. Ich lebe noch, und das ist das Wichtigste!"

Das NDR-Fernsehen zeigt das ganze Gespräch mit Jan Fedder am Montag, 23. Juli, 23 Uhr. Zu Gast in dem neuen Format mit Reinhold Beckmann ist außerdem Scooter-Frontmann H.P. Baxxter, der Fedder seit 17 Jahren kennt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst