Alles begann auf Kreta: Als er auf der griechischen Insel stationiert war, so erzählte der Radiomoderator Adrian Cronauer einst dem Fernsehsender CNN, habe er seine Show immer mit "Good Morning, Heraklion!" eröffnet. Später, da war Cronauer im kriegsumtosten Vietnam stationiert, wurde daraus jener Spruch, der ihn weltbekannt machte und zum Vorbild eines Hollywoodfilms wurde: "Good Morning, Vietnam!" Jetzt verstarb Cronauer, der in Barry Levinsons Oscar-nominierter Tragikomödie von Robin Williams gespielt wurde, im Alter von 79 Jahren in seiner Heimat im US-Bundesstaat Virginia.

Als er 1965 zum US-Militärradio nach Saigon (das heutige Ho-Chi-Minh-Stadt) kam, erinnerte sich Cronauer, habe er sich gefragt, ob der flapsige Eröffnungsspruch für seine Radiosendung angemessen sei. "Schließlich waren da junge Männer in unerträglicher Hitze unterwegs, die sich durch Reisfelder ackerten, mit riesigen Moskitos und Blutegeln, die schossen und kämpften und töteten und getötet wurden." Er habe sich dann aber doch dazu entschieden: "Wenn ich es mit einer gewissen Ironie mache und das verstanden wird, dann weiß jeder, was ich sagen will", habe er sich gedacht.

Im Jahr 1979 versuchte Cronauer, eigentlich studierter Rechtsanwalt, seine Erlebnisse in eine Fernsehserie zu verwandeln, allerdings ohne Erfolg. Auch ein Fernsehfilm kam nicht zustande. Schließlich drehte Barry Levinson 1987 "Good Morning, Vietnam" als Kinofilm, allerdings auf Basis eines weitgehend fiktionalen Drehbuchs von Mitch Markowitz. Markowitz machte dennoch deutlich, dass Cronauer seine Hauptinspiration war: "Er spielte Rock'n'Roll, er machte berühmte Charaktere nach, um Armee-Ankündigungen einzuleiten, und 'Goooood Morning, Vietnam' war sein Markenzeichen."


Quelle: teleschau – der Mediendienst