Nachdem im April ein Teilnehmer der ZDF-Show "Mit 80 Jahren um die Welt" gestorben war, brach der Sender die Produktion ab. Jetzt teilte das ZDF mit, dass die Dreharbeiten fortgesetzt würden. Die Entscheidung sei "in Absprache mit den Angehörigen des Verstorbenen und den fünf weiteren Teilnehmern" getroffen worden, so der Mainzer Sender.

"Mit 80 Jahren um die Welt" begleitet ältere Menschen bei Reisen in ferne Länder. Als die Produktion im April in Vietnam Station machte, erkrankte ein 80-Jähriger schwer. Der Mann wurde laut ZDF von der Team-Ärztin unverzüglich nach Hanoi gebracht. Im dortigen Krankenhaus konnte eine schwere Lungenentzündung diagnostiziert werden. Weil sich sein Zustand rapide verschlechterte, fasste man den Entschluss, den Erkrankten in einem besser ausgerüsteten Hospital in Bangkok weiterzubehandeln. Doch jede Hilfe kam zu spät: In der Metropole angekommen, erlag der Patient seinem Leiden.

Im Vorfeld wurden laut ZDF alle Kandidaten einem medizinischen Belastungstest unterzogen, sogar die jeweiligen Hausärzte wurden um ihre professionelle Einschätzung gebeten. Auch wenn alle Teilnehmer das Go zum Mitmachen bei dem Format erhielten, wollte das ZDF nichts dem Zufall überlassen: Eine Ärztin und ein Rettungsassistent standen während der Dreharbeiten permanent zur Verfügung.

"Der Tod des Teilnehmers hat uns sehr betroffen gemacht", erklärt nun Oliver Heidemann vom ZDF. "Alle Beteiligten sind sich aber einig, dass diese ungewöhnliche, emotionale und ereignisreiche Reise gezeigt werden soll – auch im Gedenken an den Verstorbenen. Die Reportage zeigt die fröhlichen und lebensbejahenden Erlebnisse ebenso wie die nachdenklichen und traurigen Momente."

Die noch ausstehende letzte Folge der von Steven Gätjen moderierten Show soll Anfang Juli produziert werden. Ab Dienstag, 24. Juli, 22.45 Uhr, zeigt das ZDF dann alle sechs Folgen von "Mit 80 Jahren um die Welt".


Quelle: teleschau – der Mediendienst