Vierteilige Reihe

"Nicht länger nichts." – ARTE-Doku zeigt die Geschichte der Arbeiterbewegung

von Rupert Sommer

Eine vierteilige Doku des renommierten Regisseurs Stan Neumann beleuchtet bei ARTE die Geschichte von Unterdrückung und Ausbeutung, Revolution und Reformen – passend zum bevorstehenden "Tag der Arbeit".

ARTE
"Nicht länger nichts." Geschichte der Arbeiterbewegung (1/4)
Dokumentation • 28.04.2020 • 21:45 Uhr

Kraft erzeugt Gegenkraft: Nach diesem Ur-Gesetz der Physik, das sich auch auf die gesellschaftlichen Machtverhältnisse übertragen lässt, nahm die Selbstbehauptung der Schwachen ausgerechnet im Kernland des späteren Manchester-Kapitalismus, im England des 18. Jahrhunderts, ihren Anfang. Der erste Teil der auf vier einstündige Beiträge angelegten Reihe "'Nicht länger nichts.' Geschichte der Arbeiterbewegung" des renommierten tschechisch-französischen Filmemachers Stan Neumann beleuchtet zunächst den Beginn der Industrialisierung in den britischen Textilunternehmen. Aus materieller Not heraus entschlossen sich vor allem in Nordengland damals immer mehr Kleinbauern, die Landwirtschaft zu verlassen und Lohnempfänger in hoch arbeitsteiligen, maschinenbetriebenen Großbetrieben zu werden.

Während in der Anfangszeit Firmeneigner wie Patriarchen durchregieren konnten, formierte sich nach und nach eine Form von organisierter Arbeiterklasse, die ihre Rechte einforderte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die in England so stark angewachsen, dass sie nach Jahrzehnten von Unterdrückung und immer neuen Niederlagen für erste wirkungsvolle Aufstände gewappnet war. Dabei gaben Visionäre wie Karl Marx oder Friedrich Engels die Ideen für einen Umbruch der Gesellschaft auf dem Weg zu einer gerechteren Arbeitswelt vor. Ihre Gedanken fielen zunächst in Großbritannien, dann nach und nach europaweit auf fruchtbaren Boden.

"Karl Marx – Der deutsche Prophet" mit Mario Adorf

Vor der sehenswerten Dokumentation zur Arbeiterbewegung läutet ARTE bereits um 20.15 Uhr den Themenabend zum bevorstehenden "Tag der Arbeit" am 1. Mai mit dem ZDF-Dokumentarfilm "Karl Marx – Der deutsche Prophet" ein. Der Schauspieler Mario Adorf spielt darin den Philosophen und Arbeiterführer.

Die weiteren drei Teile der Dokumentation "'Nicht länger nichts.' Geschichte der Arbeiterbewegung" folgen direkt im Anschluss an die Erste Episode – nämlich dann um 22.40 Uhr, um 23.45 Uhr und schließlich um 0.45 Uhr.

"Nicht länger nichts." Geschichte der Arbeiterbewegung (1/4) – Di. 28.04. – ARTE: 21.45 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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