Die Kultserie "Roseanne" bekommt einen Ableger. Derzeit arbeitet der US-Sender ABC an einem Spin-off mit dem Arbeitstitel "The Conners", an dem die langjährige Hauptdarstellerin Roseanne Barr allerdings nicht beteiligt sein soll. Zunächst sind zehn Episoden geplant, die im Herbst im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt werden sollen.

"Roseanne" lief ursprünglich von 1988 bis 1997. Ende Mai war eine Neuauflage der Sitcom über die amerikanische Arbeiterfamilie Conner abgesetzt worden, nachdem Roseanne Barr einen als rassistisch eingestuften Twitter-Kommentar abgesetzt hatte. Ziel der Twitter-Attacke der Trump-Anhängerin war Barack Obamas langjährige Beraterin Valerie Jarrett. Die 61-Jährige sehe so aus, als hätte die Muslimbruderschaft ein Baby mit einem Bewohner vom Planet der Affen ein Baby gehabt, schrieb Barr über die Politikerin mit afroamerikanischen Wurzeln.

Zum jetzt geplanten Spin-off habe Barr ihr Einverständnis gegeben, heißt es in einer Stellungnahme. So sollen die Jobs aller an der Produktion beteiligten Schauspieler und Mitarbeiter gerettet werden. Auch die Darsteller John Goodman, Laurie Metcalf, Sara Gilbert, Lecy Goranson und Michael Fishman werden laut ABC wieder dabei sein. "Ich wünsche allen Beteiligten das Beste", so Barr.

Wie die neue Serie ohne die eigentliche "Roseanne"-Hauptdarstellerin funktionieren soll, ist noch nicht bekannt. ABC verrät bislang lediglich, dass die Conners mit "unvorhersehbaren Ereignissen" konfrontiert würden.

Wann und wo "The Conners" im deutschen Fernsehen laufen wird, ist noch nicht bekannt. Die Rechte für die Neuauflage von "Roseanne" hatte sich hierzulande der Disney Channel gesichert, nach dem Rassismus-Skandal aber auf die Ausstrahlung verzichtet.


Quelle: teleschau – der Mediendienst