Anna (Anna König) und Hans (Till Butterbach), beide in den Dreißigern und seit 15 Jahren ein Paar, sind in Julia C. Kaisers Spielfilm "Die Hannas" so miteinander verschmolzen, dass sie ihre Freunde nur "die Hannas" nennen. Doch dann treffen Anna und Hans, voneinander getrennt, auf die hyperaktiven Schwestern Nico (Ines Marie Westernströer) und Kim (Julia Becker). Mit ihrer flippigen Art reißen sie die Hannas aus ihrem honigfarbenen Alltagstrott.

Anna und Hans beginnen jeweils eine Affäre mit einer der Schwestern, ohne dass die Partner etwas von ihrem Betrug wissen. Die zuvor in ihrem Nest versponnenen Hannas werden aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Doch auch Kim und Nico pflegen eine besondere Verbindung, von der Anna und Hans erst mal keine Ahnung haben.

"Ich wollte gern zwei Menschen erzählen, so wie Anna und Hans sind, zwei Menschen voller Würde, voller Kraft – Menschen, die es schaffen, so wenig Selbstbezogenheit zu haben, dass sie anderen eine Heimat sein können. Dadurch sind die aber natürlich auch sehr inaktiv, fast schon lethargisch", berichtete Julia C. Kaiser im Interview. "Um solche Menschen aus der Reserve zu locken und die zu Veränderungen zu zwingen und herauszufinden, wer sie sind, hatte ich das Gefühl, ich brauche zwei sehr aktive, sehr flippige, sehr wilde Kreaturen, die sie rausreißen, und das sind dann die Schwestern Nico und Kim."

Der Premiere beim Filmfest München folgte 2016 viel Lob. Der Film sei sehr nahe an den Menschen inszeniert, wie im wahren Leben wechselten Komik und Traurigkeit. ARTE zeigt die SR / SWR-Koproduktion in Erstausstrahlung.


Quelle: teleschau – der Mediendienst