Große Überraschung

Schockierende Expertise bei „Bares für Rares“: „Leck mich am Arsch“

03.02.2026, 09.11 Uhr
In der Ausgabe vom 2. Februar erhalten die Händler unter anderem eine Vase mit schockierender Expertise, einen schaurig schönen Zeitmesser und eine besondere Verbindung von deutscher Perfektionslust, französischem Zeitgeist und russischer Seele stilvoll und cool serviert.
Hörst Lichter beim "Bares für Rares"-Set.
Moderiert "Bares für Rares": Horst Lichter.  Fotoquelle: ZDF/Frank Hempel

Der Servierwagen stand im Haus seines verstorbenen Onkels voll beladen und „verzweifelt in der Ecke herum“. Also entschließt sich Student Julian Lindner, das gute Stück Moderator Horst Lichter und Experte Sven Deutschmanek zu präsentieren, die dem Möbelstück das Prädikat „cool“ verleihen. Doch ist der Wunschpreis von 500 Euro nicht zu hoch? Nein.

Denn es handelt sich um ein vor 1975 gefertigtes Stück des bekannten Designers Aldo Tura, bei dem vergoldetes Messing und edles Mahagoniholz zum Einsatz kommen. Die Marmoroptik der Platte entsteht durch lackiertes Ziegenleder. Der Experte hält einen Preis von 600 bis 800 Euro für möglich. Den kann Julian im Händlerraum zwar nicht ganz realisieren. Immerhin reicht es aber für den Wunschpreis, den der auf zwischen 1920 und 1980 hergestellte Möbelstücke spezialisierte Händler Jan Čížek bezahlt.

„Bares für Rares“: Da klingelt die Kasse

Lassen sich für die alte Tischklingel wirklich 200 Euro erlösen, wie sich Sabine und Patrick Benz wünschen? Immerhin ist das gute Stück, das das Ehepaar auf einer Haushaltsauflösung fand, laut Expertin Dr. Friederike Werner „ordentlich gebraucht“ und „restaurierungsbedürftig“. Allerdings punktet die elektrische Bedienstetenglocke mit 916er Silber, edler Guilloche-Emaille sowie einem dekorativen Mondstein und wurde bereits zwischen 1908 und 1926 in St. Petersburg gefertigt.

Deswegen liegt die Expertise sogar zwischen 600 und 800 Euro. Die Händler rätseln zwar erst über den Zweck des Kleinods, wobei die Vermutungen vom „Briefbeschwerer“ bis zur „Spieldose“ reichen. Doch schnell entspinnt sich ein engagierter Bieterstreit. Der beginnt beim Wunschpreis von 200 Euro und endet bei der oberen Spanne der Expertise in Höhe von 800 Euro, die Auktionator Wolfgang Pauritsch bezahlt. Warum? Weil hier seiner Meinung nach „deutsche Perfektionslust“, „französischer Zeitgeist“ und „russische Seele“ zusammenkommen.



Schaurig schön

Einen besonderen Zeitmesser legen Espimenia und Alexander Kubist Sven Deutschmanek vor. Es handelt sich nämlich um eine Taschenuhr im Totenkopfdesign, in deren Innerem sich noch etwas verbirgt. Dabei handelt es sich um einen Zettel von einem nicht unbekannten Soldaten, der in den napoleonischen Kriegen kämpfte. Handelt es sich also um ein kostspieliges Museumsstück? Sven ist von dem Stück zwar angetan, bezweifelt aber die Authentizität des Zettels. Er datiert die silberne Totenkopf-Spindeluhr auf 1810 bis 1830. Den Wunschpreis von 1.000 Euro toppt er mit seiner Expertise von 1.100 bis 1.400 Euro. Die Händler zeigen sich über die schaurig schöne „Memento Mori“-Uhr „alle begeistert“ und bieten sich langsam hoch. Am Ende reicht es immerhin für 1.050 Euro.

´Stranger Thing`

Den Schlusspunkt der Sendung setzt Stefan Adler mit einer Vase, die er „sehr strange“ findet. Dr. Friederike Werner lobt die wunderbaren Glasuren und pompösen Angarnierungen der KPM-Porzellanvase, die sie auf etwa 1898 datiert. Daraufhin erhöht der Servicetechniker seinen Wunschpreis auf 2.500 bis 3.000 Euro. Doch die Schätzung der Expertin schockt den Verkäufer: „Leck mich am Arsch“. Denn die Expertise ist genau zehnmal so hoch wie sein Wunschpreis. Ganz so viel wollten die Händler dann doch nicht bezahlen. Christian Vechtel lässt sich schließlich auf 12.200 Euro ein – zwar deutlich weniger als die Expertise, jedoch viel mehr als der Wunschpreis.

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