Ungewöhnlicher Eingriff

Horst Lichter fassungslos bei "Bares für Rares": Experte beschädigt Verkaufsstück

13.01.2026, 13.13 Uhr
Ein bemerkenswerter Moment bei "Bares für Rares": Experte Detlev Kümmel beschädigt ein Objekt, um ein Verkaufsverbot zu umgehen. Der Schätzwert sinkt, doch der Händlerraum überrascht.
Horst Lichter
"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter (63) staunte nicht schlecht, als Experte Detlev Kümmel (57) zur Klinge griff und kurzerhand selbst Hand anlegte, um ein Verkaufsstück zu beschädigen.  Fotoquelle: © Frank W. Hempel/ZDF

In der Montagsfolge von „Bares für Rares“ kam es zu einem ungewöhnlichen Moment: Experte Detlev Kümmel griff zur Klinge und beschädigte ein Verkaufsstück ganz bewusst – mit der Folge, dass dessen Schätzwert nach dem Eingriff sogar nach unten korrigiert wurde.

Moderator Horst Lichter konnte kaum glauben, was er sah, als Kümmel vor laufender Kamera Teile des Objekts abschnitt. So etwas habe es in der Sendung noch nie gegeben, meinte er sichtlich irritiert. Die Besitzerin des Stücks gab jedoch ihr Einverständnis, obwohl klar war, dass der Wert darunter leiden würde.

Experten-Alarm: Dieses „Bares für Rares“-Objekt durfte nicht verkauft werden

Die beiden Verkäuferinnen Irmgard und Marlena aus Bayern hatten ein traditionsreiches Werk mitgebracht: eine Sammlung chinesischer Holzschnitte auf Reispapier, die auf Vorlagen aus dem 17. Jahrhundert basiert. Das Exemplar war 1952 neu aufgelegt worden und war einst ein Geschenk an Irmgards Onkel, der als Schriftsetzer arbeitete. Kümmel erklärte, es handele sich um ein bedeutendes Standardwerk der chinesischen Kalligrafie. Doch ein Detail machte Probleme: Die Befestigung bestand aus Elfenbein – und damit durfte das Objekt ohne amtliche Genehmigung nicht verkauft werden. Schon bei der ersten Begutachtung hatte Horst Lichter deshalb ein ungutes Gefühl.

Während Irmgard selbst nur mit ein paar hundert Euro gerechnet hatte, taxierte Kümmel den Wert deutlich höher. Um das Verkaufsverbot zu umgehen, schlug die Verkäuferin vor, die problematischen Teile einfach zu entfernen. Kümmel hielt das für die beste Lösung und setzte den Plan sofort um.



Mit einer Rasierklinge trennte er die Elfenbeinverschlüsse ab und kündigte an, sie den Behörden ordnungsgemäß zu übergeben. Lichter war dabei sichtlich nervös, denn noch nie zuvor war in der Sendung ein Objekt absichtlich verändert worden. Nach dem Eingriff sank der Schätzwert zwar leicht, lag aber immer noch im vierstelligen Bereich – und die Verkäuferinnen erhielten grünes Licht für den Händlerraum.

Preis schießt nach oben: Zuschlag nach spannendem Duell im Händlerraum

Dort sorgte das Werk sofort für Aufmerksamkeit. Daniel Meyer erkannte die Holzschnitte auf Anhieb und betonte, dass es sich um ein weithin bekanntes Werk handele, das er sogar schon mehrfach versteigert habe. Heute werde es wieder verstärkt nach China zurückverkauft, wo solche Stücke besonders gefragt seien. Auch Fabian Kahl lobte den hervorragenden Erhaltungszustand.

Das Bieten begann verhalten, nahm dann aber schnell Fahrt auf. Liza Kielon eröffnete, wurde jedoch rasch überboten. Julian Schmitz-Avila und Fabian Kahl trieben den Preis bald über die 1.000-Euro-Marke, ehe auch Meyer einstieg. Schmitz-Avila erklärte, er sehe großes Potenzial auf dem asiatischen Markt und reise regelmäßig nach Hongkong, um dort solche Werke weiterzuverkaufen.

Am Ende lieferten sich Meyer und Schmitz-Avila ein direktes Duell. Die Verkäuferinnen konnten ihr Glück kaum fassen, als die Gebote immer weiter stiegen. Mit 1.600 Euro setzte sich schließlich Schmitz-Avila durch und erhielt den Zuschlag – ein Ergebnis, mit dem Irmgard und Marlena niemals gerechnet hätten.

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