300 Euro für einen „Papagei“? Händler streiten bei „Bares für Rares“
Dieses Mal fliegen ein komischer Vogel, ein in dieser Vollständigkeit vermutlich einzigartiges Set und ein funkelnder Rockstar bei „Bares für Rares“ ein.
Komischer Vogel fliegt zu „Bares für Rares“
Ist es ein Pinguin oder ein Adler? Horst und Kunsthistorikerin Bianca Berding sind sich bei der Keramikskulptur nicht ganz einig. Verkäuferin Ingeborg besteht aber darauf, dass es sich um einen Adler handelt, den ihre Familie 1958 als Gastgeschenk vom Vater einer finnischen Austauschschülerin erhielt. Die 79-Jährige möchte das gute Stück verkaufen, da sie Angst hat, dass es „nach mir nachher noch auf den Schrott kommt“, und 250 bis 300 Euro dafür. Die Expertin lobt das „zeitlose Design“, das „auf die Essenz des Tieres reduziert“ sei, und schätzt den Wert der von Ulf Tikkanen gefertigten Skulptur auf 300 bis 500 Euro.
Auch im Händlerraum herrscht zunächst Verwirrung, um was für ein Tier es sich bei der Keramik handelt. Dennoch fliegen die Händler auf den Vogel. Waldi bietet seine obligatorischen 80 Euro für den „Papagei“. Als sein Intimfreund Jos ein Gebot abgibt, verspricht er: „Nach Holland geht der net!“ Richtig: Aber das liegt an Händler David, der das „wunderschöne Design“ mit 310 Euro bezahlt.
Einzigartiger Foto-Schatz bei „Bares für Rares“?
Das Fotoset von Agfa hat einst nur 98 DM gekostet und war bereits auf den halben Preis reduziert worden. Das ist allerdings schon mehr als ein halbes Jahrhundert her. Nun möchten die Freunde Andreas und Michael, zumindest das Geld erlösen, das sie am Vorabend für Bier investiert hatten – also mindestens 99 Euro. Wegen der ungewöhnlichen Vollständigkeit des Sets hält Experte Sven Deutschmanek einen Sammlerpreis von 80 bis 100 Euro für möglich.
Die Händler sind vom neuwertigen Rapid Photo-Hobby-Set angetan. Dann heizen die Verkäufer die Gebote auch noch geschickt an: „Das wird es wahrscheinlich nur einmal geben!“ Selbst nachdem sie wissen, dass der Expertisenpreis überschritten ist, bieten sich David und Jos gegenseitig höher. Der eine sucht die perfekte Ergänzung für seinen Agfa-Fotoschrank. Der andere muss gutmütigen Spott ertragen: „In Holland gibt es viele Blümchen zu fotografieren“ oder: „Er kauft es nur, weil es orange ist.“ Schließlich scheint David („Ich brauch’ das!“) mit 270 Euro das Rennen zu machen. Schon gratuliert ihm ein Verkäufer: „Ich glaube, das war ein sehr guter Kauf.“ Aber dann grätscht Waldi dazwischen: „Ich glaube nicht. 280!“ Doch David erhöht auf 300 Euro und bezahlt damit das Dreifache der Expertise.
„Bares für Rares“: Rockstar-Ring
Um einen „sehr dezenten Ring mit einem winzig kleinen Steinchen“, wie Horst ironisch kommentiert, handelt es sich wahrlich nicht. Das ist auch der Grund, warum Renate ihn verkaufen möchte: „Er ist mir zu pompös.“ Das liegt vor allem am riesigen 39-karätigen Rubellit. Der rötlich schimmernde Edelstein ist zusätzlich von kleinen Diamanten eingefasst. Expertin Heide ist von dem „Rockstar“ beeindruckt und meint: „Er wird nicht vom Besitzer getragen, er trägt den Besitzer.“ Während der Wunschpreis 4.000 bis 5.000 Euro beträgt, beläuft sich ihre Expertise sogar auf 5.000 bis 6.500 Euro.
Im Händlerraum setzt Lisa den Ring direkt auf und in Abwesenheit von Schmuckliebhaberin Susanne ist eigentlich sofort klar, wer mit dem Ring nach Hause gehen wird. Lisa bezahlt am Ende nach eher zögerlichen Geboten der Händlerkonkurrenz nur 3.300 Euro. Dennoch ist Renate mit dem Verkauf „sehr zufrieden“.
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