Meryl Streep und Alec Baldwin: Ein Traumpaar im zweiten Frühling im Free-TV
Liebe kennt kein Alter: Schon als Regisseurin Nancy Meyers 2003 in "Was das Herz begehrt" Jack Nicholson als Rentner-Gigolo auf Diane Keaton treffen ließ, begeisterte sie damit eine Zuschauergeneration, die im Kino ob all der Jungspunde schon lange keine altersgerechten Identifikationssymbole mehr gefunden hatte. Auch in "Wenn Liebe so einfach wäre" (2009) stößt sie ein Ex-Ehepaar jenseits der 50 ins Gefühlschaos: Mit ihrer neuen Erzählung aus eigener Feder, die im englischen Original den Titel "It's Complicated" trägt, lädt sie einmal mehr dazu ein, einen Blick hinter vermeintlich zerrüttete Paarbeziehungen im fortgeschrittenen Alter zu werfen. Super RTL wiederholt die erfrischende Komödie am Mittwoch, 11. Februar um 20.15 Uhr.
Und tatsächlich ist einiges kompliziert an dieser Romanze, die sich dem gängigen Schema des Findens, Verlierens und Wiederfindens verweigert. Auf erfrischend bodenständige Weise wird das zweite Liebesglück zweier voneinander geschiedener Eheleute porträtiert. Auch hier treffen erneut zwei Granden Hollywoods aufeinander: Meryl Streep und Alec Baldwin – ein ungewöhnliches, aber überraschend stimmiges Traumpaar.
Meryl Streep und Steve Martin brillieren in ihren Rollen
Erzählt wird die Geschichte von Jane (Streep) und Jake (Baldwin), die es zu Wohlstand und drei gemeinsamen Kindern brachten, doch nach 19 Jahren Ehe entschieden, besser getrennte Wege zu gehen. Er, der schneidige Anwalt, vermählte sich mit einer rassigen Schönheit in den Zwanzigern. Sie, begabte Köchin, treusorgende Mutter und manchmal etwas pedantische Gewohnheitsfrau, versucht, ein neues eigenes Zuhause auf dem Land mit großem Gemüsegarten und noch größerer Küche aufzubauen. Obwohl sie seit zehn Jahren voneinander geschieden sind, stieben unerwartet die Funken, als sich beide bei der Studienabschlussfeier ihres Sohnes in der schillernden Barwelt von New York näherkommen und im gemeinsamen Hotelbett landen. Fortan entspinnt sich ein emotionales Verwirrspiel.
Nancy Meyers geht es offenkundig um das Problem der Vorbelastung, von der wieder entfachte Liebe befallen wird, wenn sie in späteren Lebensjahren Knospen schlägt. Die brillant spielende Meryl Streep macht das spürbar. Sie will sich bedingungslos fallen lassen, doch der Verstand funkt dazwischen. Was in jungen Jahren so einfach schien, wird nun schwierig. Denn da ist ja noch der selbst frisch geschiedene Architekt Adam (ungewöhnlich introvertiert: Steve Martin), der versucht, zarte Bande zu seiner Auftraggeberin zu knüpfen.
Drehbuch-Aussetzer wie eine deplatzierte Haschischrausch-Eskapade nimmt man der Regisseurin nicht übel. Denn Nancy Meyers hat den Mut, Fragen am Ende unbeantwortet zu lassen. Für die Liebe, so wird klar, gibt es in keinem Alter einen Garantieschein. Eine romantische Komödie, die auch authentisch ist – das gibt es selten genug.
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH