„Wir sind alle sprachlos!“ Dramatisches „Bares für Rares“-Gefecht um Kaiserpokal
Dieses Mal kämpfen die Händler intensiv um ein ganz besonderes Objekt von royaler Herkunft. Bevor es soweit ist, gilt es aber erst einmal, Platz zu nehmen.
Design „von Weltformat“ bei „Bares für Rares“
Vier Konferenzstühle erschweren Horst Lichter den Weg zum Pult. Mitgebracht haben diese Ulrike und Harald. Letzterer hatte die Sitzmöbel mit türkisfarbener Sitzfläche 2010 bei der Auflösung einer Bankfiliale erworben. Detlev Dümmel datiert die „Alu Chairs“ der Marke Vitra auf 1989/1990. Doch was sollen über 35 Jahre alte Stühle schon wert sein? Viel, wenn es nach Harald geht. Der möchte nämlich 700 Euro – und zwar pro Stuhl. Ist das zu viel? Nicht unbedingt. Denn Detlev erklärt, dass der Entwurf von Charles und Ray Eames stammt – einem Designer-Ehepaar „von Weltformat“. Er hält einen Gesamtpreis von 2.400 bis 2.800 Euro für möglich.
Vor den Geboten sitzen die Händler erst einmal auf den Stühlen zur Probe. Jan Čížek empfindet die Sitzmöbel als „sehr bequem“ und lobt die „liebevolle Farbe“. Doch das Startgebot gibt Christian Vechtel mit 800 Euro ab. Anaisio Guedes kontert mit 1.000 Euro, doch auch Jan und Daniel Meyer möchten sich das zeitlose Stuhlquartett sichern. Nur Elke Velten hält sich heraus und scheint etwas überrascht, als ihre Kollegen bei 1.600 Euro angelangt sind: „400 Euro pro Stuhl?“ Die lassen sich aber nicht beirren. Am Ende sichert sich Daniel mit einem Gebot von 2.150 Euro die Designerstühle und erklärt, was ihn zum Kauf bewogen hat: „Das sind ja Massenprodukte. Aber auf die Farbe kommt es an.“
„Bares für Rares“: Welcher Händler macht das Rennen bei der kaiserlichen Trophäe?
Mit diesem guten Stück hätte es Verkäufer Damien wohl auch in das Sonderformat „Bares für Rares – Lieblingsstücke“ geschafft, das sich um kostspielige und besondere Raritäten dreht. Auch Horst zeigt sich beeindruckt: „Was haben wir denn da Sensationelles?“ Beim Verkaufsobjekt handelt es sich um eine von Kaiser Wilhelm II. gestiftete Jagdtrophäe. Diese erhielt der Sieger eines Pferderennens am 23. Juni 1901 als Preis. Neben dem filigran verzierten und aus 800er Silber gearbeiteten Tafelaufsatz gibt es auch noch einen Presentoir mit Spiegeloberfläche, der die Schale perfekt in Szene setzt. Lassen sich dafür 3.000 Euro erzielen, wie sich Damien wünscht? Das sollte überhaupt kein Problem sein. Denn alleine den Materialwert taxiert Bianca Berding auf 3.500 Euro und bewertet das Objekt insgesamt auf 4.200 bis 4.500 Euro.
Im Händlerraum fasst Jan die allgemeine Reaktion auf Damiens Mitbringsel zusammen: „Wir sind alle sprachlos!“ Angesichts des offensichtlichen Wertes des Pokals bietet Christian gleich 1.000 Euro. Doch das ist schnell Makulatur, denn alle Händler sind an der Siegestrophäe interessiert. Bald erreicht Jan das obere Ende der Expertise und kommentiert sein Gebot mit den Worten: „Ich finde es toll. So ist das. Wir leben nur einmal. Scheiß drauf!“ Doch Anaisio gibt nicht auf. Keiner der beiden Händler will aufgeben, sodass selbst der Verkäufer „schwitzige Hände“ angesichts der immer höher kletternden Gebote bekommt. Doch was ist das? Plötzlich steigt Daniel, der sich schon längst aus dem Bieterrennen verabschiedet zu haben schien, wieder ein: „Ich würde einfach 5.060 jetzt geben.“ Aber Jan holt zum finalen Schlag aus und sichert sich mit 5.100 Euro die hart umkämpfte Trophäe. Den Pokal überreicht ihm schließlich Konkurrent Anaisio, sodass der tschechische Händler die teuer erkaufte Schale triumphierend in die Höhe recken kann.
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