"Der Alte": Was ist aus den Hauptrollen und ihren Darstellern geworden?
Am Karfreitag ist es endlich so weit: Dann startet nämlich die neue Staffel der Krimiserie „Der Alte“. Im Mittelpunkt steht natürlich wieder der titelgebende Ermittler. Seit 2023 handelt es sich dabei um Kriminalhauptkommissar Caspar Bergmann, den Thomas Heinze verkörpert. Doch was ist eigentlich aus seinen Vorgängern und den jeweiligen Schauspielern geworden?
Kriminalhauptkommissar Erwin Köster (Siegfried Lowitz)
Als „Der Alte“ 1977 erstmals über die Mattscheiben der Republik lief, ermittelte Erwin Köster als Hauptfigur. Der Kriminalhauptkommissar gilt mit seiner ruhigen und manchmal auch etwas störrischen Art bis heute als stilprägend für die Reihe. Ein rundes Jahrzehnt bzw. 100 Folgen lang löste Köster Mordfälle in München, bis er in der Serie an einer Schussverletzung verstarb.
Den ersten „Alten“ spielte Siegfried Lowitz, der bis dahin vor allem aus Edgar-Wallace-Verfilmungen und als Langfinger Flambeau aus der Krimikomödie „Das schwarze Schaf“ bekannt war. Nach seinem Abschied bei „Der Alte“ konzentrierte sich Lowitz vor allem auf das Theater, war aber unter anderem auch noch in der Serie „Allein gegen die Mafia“ zu sehen. Der Wahl-Münchner verstarb 1999 im Alter von 84 Jahren.
Kriminalhauptkommissar Leo Kress (Rolf Schimpf)
Für viele ist Leo Kress der „Alte“ schlechthin. Schließlich war der Köster-Nachfolger länger als jeder andere in der Titelrolle zu sehen. Mit ihm rückt das Ermittlerteam stärker in den Fokus. Das Konzept der Serie – kriminalistischer Alltag statt effektheischender Action – blieb aber erhalten. 2007 durfte der Kriminalhauptkommissar in Pension gehen und 2009 für einen kurzen Auftritt zurückkehren.
Rolf Schimpf verkörperte Leo Kress in 222 Folgen. Kriminalistische Erfahrung hatte er unter anderem in der ZDF-Reihe „SOKO 5113“ gesammelt. Nach seinem Ausstieg bei „Der Alte“ war der gebürtige Berliner unter anderem noch in der Telenovela „Sturm der Liebe“ zu sehen. Der Schauspieler verstarb 2025 im Alter von 100 Jahren in einem Seniorenstift.
Kriminalhauptkommissar Rolf Herzog (Walter Kreye)
Deutlich kürzer war im Vergleich dazu die Karriere von Ermittler Rolf Herzog. Die neuen Fälle des Kriminalhauptkommissars flimmerten nämlich nur zwischen 2008 und 2012 über die Bildschirme. Herzog wirkte insgesamt emotionaler und nahbarer als seine Vorgänger. Auch familiäre Themen rückten stärker in den Vordergrund. Dazu passt es, dass er wegen einer Reise zu seinem Sohn nach Südamerika aus Dienst und Serie ausschied.
Der Ausstieg von Walter Kreye, der Rolf Herzog spielte, verlief allerdings wohl wenig harmonisch. Die Produzentin soll den „Tatort“-Veteranen telefonisch gefeuert haben, als dieser wegen einer Darmkrebserkrankung eine Auszeit nehmen musste. Doch Kreye besiegte den Krebs, feierte unter anderem mit der Mystery-Serie „Dark“ international Erfolge und durfte 2024 auch auf dem „Traumschiff“ mitreisen.
Kriminalhauptkommissar Richard Voss (Jan-Gregor Kremp)
Für Rolf Herzog übernahm Richard Voss. Der sollte ein Jahrzehnt lang die Rolle des „Alten“ prägen. Im Sinne einer modernen Interpretation der Rolle ist der „Alte“ relativ jung und empathisch. In der letzten Folge verabschiedet sich Voss – mit den berühmt gewordenen Worten „Das ist der Preis, den ich zahle“ – nach Italien.
Jan-Gregor Kremp – das Alter Ego von Richard Voss – war 49 Jahre jung, als er in die Fußstapfen von Walter Kreye trat. Er trennte sich anders als sein Vorgänger aus freien Stücken von der Rolle: „Nach zehn Jahren ‚Der Alte‘ ist die Zeit gekommen, auch mal an eine Veränderung zu denken.“ Nach seinem Ausstieg im Jahr 2023 war der heute 63-Jährige unter anderem noch in den Serien „Charité“ und „Wo wir sind, ist oben“ zu sehen.
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