Von wegen unverfälschter Direktsaft aus sonnengereiften Orangen! Sebastian Lege deckt auch im zweiten Teil des Films von Aljoscha Seidt "Die Tricks der Lebensmittelindustrie" auf. Im Rahmen von "ZDFzeit" nimmt er sich diesmal Backwaren, Fruchtsäfte & Co. vor.

So eine saftige und sonnengereifte Orange gilt vielen als ultimative Vitaminbombe. Da die Zitruspflanzen hierzulande allerdings nicht auf jedem Baum wachsen, bleibt oftmals nur der Schluck aus der Flasche. Die Supermarktregale sind voll von Säften, die allerlei Frucht, Frische und letztendlich damit Gesundheit "versprechen". Doch ist dem auch wirklich so?

Der Koch und Lebensmittelexperte Sebastian Lege lächelt darüber nur milde. In einer weiteren Verbrauchertest-Sendung über die titelgebenden "Tricks der Lebensmittelindustrie" deckt er erneut auf, dass vieles nicht so ist, wie es scheint. Und dass bei einigen Produkten manches nicht angegeben wird, das den Konsumenten eher abschrecken würde.

Fruchtfleisch unter Strom

Beispiel Orange: Gelatine gilt vielen nur als tierisches Abfallprodukt. Doch wie Lege mit einem simplen Experiment belegt, findet der umstrittene Zusatzstoff sich auch in Säften – ohne, dass er deklariert werden muss. Bevor der Saft der Orange überhaupt abgefüllt wird, wird sie von der Industrie in einem Hightech-Verfahren sogar unter Strom gesetzt. Zigtausend Volt jagen in Hochspannung durch das Fruchtfleisch. So können die Hersteller mehr Saft aus dem Obst pressen. Lege jedoch bezweifelt, dass dieses einer breiten Öffentlichkeit kaum bekannte Verfahren gesundheitlich und geschmacklich unbedenklich sei.


Quelle: teleschau – der Mediendienst