Trauer um Marie Gruber: Wie die Deutsche Filmakademie am Sonntag mitteilte, verstarb die beliebte Film- und Theaterschauspielerin bereits am Donnerstag im engsten Kreis nach langer, schwerer Krankheit.

Zur Welt kam Marie Gruber 1955 in Wuppertal, jedoch wuchs sie in Halle an der Saale auf. Ihre Schauspielausbildung machte sie an der renommierten Berliner Hochschule Ernst Busch. Nach ersten Film- und Theaterengagements in den 80er-Jahren erreichte Gruber größere Bekanntheit durch die erfolgreiche Nach-Wende-Komödie "Go Trabi, go" (1991). Zu ihrem Filmpartner Wolfgang Stumph behielt sie eine besondere Beziehung: Auch in der ZDF-Krimireihe "Stubbe – Von Fall zu Fall" spielte sie anfänglich seine Ehefrau.

"Ich bin kein Star. Ich bin Schauspielerin", pflegte Marie Gruber zu sagen. Als solche war sie aber über ihre gesamt Laufbahn hinweg schwer gefragt. In zahlreichen Serien und Reihen blieb sie präsent, im "Polizeiruf 110" sah man sie als Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand nicht weniger als 40-mal.

Daneben wirkte die Darstellerin mit dem bodenständigen Charme auch in hochkarätigen Kinoproduktionen mit, in den Oscar-Erfolgen "Das Leben der Anderen" (2006) und "Der Vorleser" (2008) hatte sie kleinere Rollen. Zuletzt spielte Gruber in "Babylon Berlin", der aufwendigen Zeitgeschichts-Serie über ihre Wahlheimat Berlin.

Seit Oktober vergangenes Jahres musste sich die vielbeschäftigte Darstellerin zur Behandlung ihrer Lungenkrebserkrankung eine berufliche Auszeit nehmen, aus der sie nicht mehr zurückkehrte. Marie Gruber wurde 62 Jahre alt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst