"Mainz bleibt Mainz" bleibt das Zugpferd des TV-Karnevals. 6,73 Millionen Zuschauer im vergangenen Jahr können sich sehen lassen, und auch bei den jüngeren Zuschauern war die Quote nicht schlecht.

Vor wenigen Jahren sah das noch ganz anders aus, als man verzweifelt versuchte, jüngere Humoristen in den Vordergrund zu schieben. So bleibt denn alles beim Alten. Spitzzüngige Feingeister wie den "Boten vom Bundestag" Jürgen Dietz sucht man allerdings vergebens. Das Fastnachts-Büttenredner-Urgestein verstarb im Februar 2015.

Dem so korpulenten wie unermüdlichen Sitzungspräsidenten Andreas Schmitt ist um die Zukunft der Mainzer Fastnacht dennoch nicht bang. Mindestens bis zur 70. Ausgabe 2025 will er weitermachen. Schmitt glaubte im vergangenen Jahr an die "sechs vor dem Komma" und behielt Recht damit. In "Guddi Gutenberg" Hans-Peter Betz und Friedrich Hofmann ("Till") hat er die letzten treue Gefährten auf der Rampe.

"Mainz bleibt Mainz" wird in der jetzigen Form seit 1973 im jährlichen Wechsel von ZDF und SWR übertragen. Diesmal ist wieder das ZDF an der Reihe. Was die satirische Büttenrede angeht, so herrscht im Umfeld von Jamaika und Groko sicherlich kein Mangel. Aber vielleicht macht uns Schmitt ja auch den Trump.


Quelle: teleschau – der Mediendienst