Starke deutsche Springer und die Aussicht auf ein historisches Triple sollen viele Zuschauer locken. Die 67. Vierschanzentournee ist zu sehen bei ARD und ZDF sowie bei Eurosport.

"Wir haben an allen vier Austragungsorten genügend Schnee und beginnen bereits mit der Präparierung der Pisten", sagte Johann Pichler. Bereits Mitte Dezember konnte der 63-Jährige vom Skiclub Bischofshofen aufatmen. In seiner ersten Amtszeit als neuer Präsident der Vierschanzentournee werden alle Springen wie geplant stattfinden.

Wenn an den Schanzen die letzten Vorbereitungen laufen, machen sich auch die Fernsehsender auf ihre Tour zum wichtigsten Wintersport-Ereignis rund um den Jahreswechsel. Die 67. Vierschanzentournee findet von Samstag, 29. Dezember, bis Sonntag, 6. Januar, statt. Gesprungen wird in Oberstdorf im Allgäu, in Garmisch-Partenkirchen, in Innsbruck und in Bischofshofen. Und das genau in dieser Abfolge. Wie gewohnt bleibt auch die Aufteilung der übertragenden Sender. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF sind im Wechsel an den Schanzen. Zudem zeigt Eurosport alle Springen.

Jeweils sowohl die Qualifikationen als auch die Entscheidungen sind live zu sehen. Das ZDF beginnt mit der Qualifikation für das Auftaktspringen in Oberstdorf (Samstag, 29. Dezember, 16.10 Uhr). Das traditionsreiche Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen (Dienstag, 1. Januar, 13.30 Uhr) ist im Ersten zu sehen. Ebenso die Entscheidung in Innsbruck (Freitag, 4. Januar, 13.30 Uhr). Das letzte Springen in Bischofshofen läuft wiederum im ZDF (Sonntag, 6. Januar, 16.45 Uhr).

Sowohl bei ARD und ZDF bleiben die Experten alte Bekannte. Das Erste vertraut weiterhin auf Dieter Thoma. Beim ZDF analysiert die österreichische Schanzen-Legende Toni Innauer das Geschehen. Als Moderator steht Norbert König bereit. Bei der ARD übernimmt Matthias Opdenhövel diesen Job. Die Kommentatoren sind Tom Bartels (ARD) und Stefan Bier (ZDF).

Hannawald kommentiert bei Eurosport

Auch wenn der Hype um Sven Hannawald und Martin Schmitt lange her ist, die Aussichten auf relativ starke Quoten sind berechtigt. Bei der vergangenen Tournee haben beispielsweise das Auftaktspringen in Oberstdorf als auch das Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen bei ARD und ZDF jeweils 1,5 Millionen Fernsehzuschauer mehr gesehen als noch im Jahr zuvor. Auch Eurosport vermeldete Zuwächse. Die Zuschauer verfolgten den totalen Triumph des Polen Kamil Stoch. Er gewann alle vier Springen. Dieses Kunststück gelang vor ihm, 2002, nur dem deutschen Springer Sven Hannawald.

Und Stoch könnte noch einmal nachlegen. Gewinnt der Pole bei dieser Tournee zum dritten Mal in Folge, zöge er damit mit dem Norweger Björn Wirkola gleich. Wirkola ist der einzige Springer in der langen Geschichte der Vierschanzentournee, der dreimal hintereinander die Tournee gewann (1966/67 bis 1969/70).

Aber auch die deutschen Adler sind in guter Form. Mit Olympiasieger Andreas Wellinger, Stephan Leyhe und Karl Geiger stehen gleich drei Springer in den Top Ten des Weltcups. Überflieger dieser Weltcup-Saison bislang jedoch ist Ryoyu Kobayashi, der die Gesamtwertung anführt. Dem jungen Japaner räumt unter anderem Sven Hannawald durchaus Siegchancen bei der Tournee ein. Die deutsche Schanzen-Legende ist auch in diesem Jahr wieder Experte bei Eurosport. Er kommentiert gemeinsam mit Matthias Bielek alle Springen. Und er wird diesen Job im Team mit Bielek noch lange ausführen. Hannawald hat seinen Vertrag beim Sportsender um vier weitere Jahre verlängert. Er soll bis zu den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking seine Gültigkeit behalten.

Die Termine der Vierschanzentournee 2018/2019:

Oberstdorf
29. Dezember: Qualifikation (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport)
30. Dezember: 1. Tourneespringen (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport)

Garmisch-Partenkirchen
31. Dezember: Qualifikation (14 Uhr/ARD und Eurosport)
1. Januar: Neujahrsspringen (14 Uhr Uhr/ARD und Eurosport)

Innsbruck
3. Januar: Qualifikation (14 Uhr/ARD und Eurosport)
4. Januar: 3. Tourneespringen (14 Uhr/ARD und Eurosport)

Bischofshofen
5. Januar: Qualifikation (17 Uhr/ZDF und Eurosport)
6. Januar: 4. Tourneespringen (17 Uhr/ZDF und Eurosport)


Quelle: teleschau – der Mediendienst