Ulrich Tukur spielt im Mehrteiler "Zellers Reeperbahn" einen abgründigen Familienvater, Nachtclubbesitzer und Künstler. Zahlreiche Lieder im Film sind vom "Tatort"-Kommissar selbst komponiert und eingesungen worden.

Deutschlands exzentrischster "Tatort"-Kommissar ist Ulrich Tukur ja bereits. Wie man weiß, denkt und entscheidet der im Sommer 60 Jahre alt gewordene Star-Schauspieler bei seinen Projekten stets mit. Weshalb ein in Arbeit befindlicher Mehrteiler über eine Hamburger Kiezfamilie um das Jahr 1960 wohl auch deutlich Tukurs Handschrift trägt. In "Zellers Reeperbahn" spielt Tukur nicht nur einen drogensüchtigen Musiker und Nachtclubbetreiber mit schwierigen Familienbeziehungen.

Die Songs seiner Figur Walter B. Zellers – laut Regisseur und Co-Autor Raymond Ley eine Art "singender Don Draper ('Mad Men') der Reeperbahn" – hat Tukur selbst komponiert. Der Retromusik-Fan ("Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys) trägt das Material auch im Film vor. "Zeller hat im Laufe der Jahre einen sehr eigenwilligen musikalischen Stil entwickelt, den die Leute gerne hören", sagte der Schauspieler beim Jobantritt. "Und diese Musik, eine fesselnde Mischung aus Swing und düsterem Chanson, werde ich für dieses Projekt komponieren."

Da die produzierende UFA Fiction ("Unsere Mütter, unsere Väter") bereits einen mehrminütigen Trailer zum Mehrteiler veröffentlichte (siehe unten), darf man annehmen, dass das Programm bereits in den nächsten Monaten im TV zu sehen sein wird. Ein exakter Ausstrahlungstermin und Sendeplatz für "Zellers Reeperbahn" wurde jedoch noch nicht verraten.


Quelle: teleschau – der Mediendienst