Hättest du sie erkannt? So sah Jennifer Lopez früher aus
Vom "Fly Girl" im Fernsehen zur globalen Pop-Ikone: Jennifer Lopez startete ihre Karriere als Tänzerin und Schauspielerin – lange vor ihrem Durchbruch als Sängerin.
Für viele ist sie bis heute vor allem "Jenny From The Block" (einer ihrer größten Hits) oder nur J. Lo: Mit mehr als 80 Millionen verkauften Tonträgern gehört Jennifer Lopez zu den erfolgreichsten Sängerinnen der Gegenwart. Was viele nicht wissen: Ihre Karriere begann jedoch nicht in der Musikbranche, sondern mit Tanz und Schauspielerei – und im Fernsehen.
Lopez wuchs als mittlere von drei Schwestern in der New Yorker Bronx auf, ihre Eltern stammen aus Puerto Rico. Musik und Tanz prägten den Alltag. Als sie das College abbrach, um eine Tanzausbildung zu beginnen, reagierten ihre Eltern ablehnend und setzten sie vor die Tür. Acht Monate lang bestand kein Kontakt. Erst Jahre später, als Lopez als "erste Latina" eine Millionen-Dollar-Gage für eine Filmrolle erhielt, änderte sich die Haltung.
Der Einstieg ins Showgeschäft erfolgte über den Tanz. Lopez trat in Musicals auf, tourte durch Europa und Japan und arbeitete in Musikvideos sowie auf Tourneen, unter anderem für Janet Jackson. Bekannt wurde sie als Tänzerin in der Sketch-Comedy-Serie "In Living Color". Bald darauf übernahm sie erste Sprechrollen im Fernsehen, etwa in "South Central" und "Hotel Malibu" – ihre ersten Schritte als Schauspielerin vor der Kamera.
Zuächst als Schauspielerin erfolgreich
Ihre erste Hauptrolle spielte Lopez 1995 in "Money Train" an der Seite von Wesley Snipes und Woody Harrelson. Der Durchbruch folgte 1997 mit "Selena – Ein amerikanischer Traum", in dem sie Selena Quintanilla-Pérez verkörperte. Die Rolle machte sie international bekannt – noch bevor sie ihre erste Gesangsaufnahme veröffentlichte.
Erst 1998 unterschrieb Lopez ihren ersten Plattenvertrag. Dank der erfolgreichen Singles – unter anderem "If You Had My Love" und "Let's Get Loud" – verkaufte sich das Album "On The 6" (1999) über sieben Millionen Mal. Als 2001 ihre zweite Platte "J. Lo" folgte, übertraf es das Debüt sogar mit weltweit acht Millionen Mal verkauften Einheiten. In dieser Zeit rückte die Schauspielerei in den Hintergrund, blieb jedoch ihr zweites Standbein.
Jennifer Lopez im Kino: Viele Tops, einige Flops
Ihre Filmkarriere verlief nicht durchgehend erfolgreich. Neben bekannten Produktionen wie "Out of Sight" (1998) standen auch einige Flops. Die Komödie "Gigli" (2003), die sie mit ihrem Lebensgefährten Ben Affleck drehte, gilt als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten. Der Stalker-Thriller "The Boy Next Door" (2015) brachte ihr eine Nominierung für die "Goldene Himbeere" ein. Auch einzelne Filme wurden von der Kritik deutlich negativ aufgenommen.
Gleichzeitig konnte Lopez immer wieder Erfolge verbuchen. Bereits früh zeigte sie Präsenz im Actiongenre, etwa in "Anaconda" (1997), auch zuletzt in "The Mother" (2023) konnte sie als knallharte Profikillerin überzeugen. Im Krimi-Drama "Lila & Eve" (2015) spielte sie an der Seite von Viola Davis eine Mutter, die den Tod ihres Kindes verarbeitet – ein Film, der sich trotz vergleichsweise geringem Budget an den Kinokassen behauptete.
Große Erfolge feierte sie auch mit romantischen Komödien: "Manhattan Love Story" (2002) zählt zu ihren bekanntesten Filmen, ebenso "Marry Me – Verheiratet auf den ersten Blick" (2022). Und auch als ernstzunehmende Schauspielerin machte sie sich einen Namen: Für ihre Darstellung im Drama "Hustlers" erhielt Lopez 2020 eine Golden-Globe-Nominierung – eine ihrer meistbeachteten Leistungen.
Ihr aktueller Film floppte in den USA bereits
Bei "Kiss of the Spider Woman", der nun in den deutschen Kinos anläuft, liegt die Messlatte theoretisch sehr hoch: Der argentinisch-brasilianische Regisseur Héctor Babenco brachte 1985 unter großem Kritikerbeifall die erste Filmadaption des Romans "Kuss der Spinnenfrau" auf die Leinwand, William Hurt gewann damals einen Oscar als bester Hauptdarsteller.
Die Rolle, die Hurt spielte, übernimmt diesmal der amerikanische US-Schauspieler Tonatiuh, daneben wirkt neben Jennifer Lopez auch Diego Luna mit. Die kreative Leitung im Hintergrund liegt bei Regisseur Bill Condon, einem Spezialisten für Musical-Filme ("Dreamgirls" und Drehbuch zu "Chicago").
Lopez spielt die titelgebende Spinnenfrau Aurora mitreißend, die Kritiker zeigten sich insgesamt angetan von der Neuverfilmung. Doch der Name Jennifer Lopez ist inzwischen kein Garant mehr für volle Kinosäle: In den USA startete "Kiss of the Spider Woman" bereits im Oktober, konnte aber bei einem Budget von 30 Millionen Dollar nur magere zwei Millionen Dollar einspielen.
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH