Jennifer Lopez

Hollywoods meist gefragte Latina: Jennifer Lopez. Vergrößern
Hollywoods meist gefragte Latina: Jennifer Lopez.
Fotoquelle: Jaguar PS/shutterstock.com
Jennifer Lopez
Geboren: 24.07.1969 in The Bronx, New York, USA

Neben ihrer Kollegin Salma Hayek hat sich Jennifer Lopez als führende Schauspielerin für Latina-Rollen etabliert. Die Tochter puertoricanischer Eltern wurde dabei nicht selten als femme fatale eingesetzt. Doch es dauerte relativ lange, bis ihre aufregende Erscheinung auch in interessanten Filmen zu sehen war. Ihren ersten nennenswerten Auftritt hat sie - wie auch Rosie Perez - als sogenanntes "Fly Girl" mit Tanznummern in der Comedy-Show "In Living Color" (1990 bis 1994), worin unter anderen auch ein gewisser Jim Carrey auftrat.

Zunächst verdiente sich Jennifer Lopez ihre Brötchen als attraktive Dreingabe in TV-Filmen wie "Abgestürzt im Dschungel" (1993) von Larry Shaw. Größere Aufmerksamkeit erhielt ihre Rolle in dem schwachen Actionfilm "Money Train" (1995) von Joseph Ruben. Zwei ungleiche Brüder (Wesley Snipes und Woody Harrelson) verlieben sich in dieselbe Frau (Lopez), bevor einer von ihnen einen Zug überfällt. "Selbst die spektakulären Subway-Stunts gegen Ende sind keine Entschädigung für diese maßlose Enttäuschung", schrieb Milan Pavlovic im Kölner Stadt-Anzeiger.

Auch "Meine Familie" (1995) von Gregory Nava bot Jennifer Lopez noch nicht die richtige Bühne für ihr Talent. Die Geschichte über eine arme mexikanische Einwandererfamilie war nur eine breitgelatschte Schnulze. In "Jack" (1996) von Francis Ford Coppola sieht man sie neben Robin Williams: Der zehnjährige Jack altert durch einen genetischen Fehler äußerlich viermal schneller als andere Menschen. Im Körper des erwachsenen Mannes ist ein Kind gefangen. Jennifer Lopez ist die Lehrerin, in die sich der kleine Große oder große Kleine (wie man's halt sieht) schwärmerisch verliebt.

"Blood & Wine - Ein tödlicher Cocktail" (1996) von Bob Rafelson ist ein in schwüler Atmosphäre ablaufender, langsamer Kriminalfilm mit Jack Nicholson und Michael Caine: Zwei abgetakelte Verlierertypen ziehen das große Los, indem sie ein Diamantencollier stehlen. An Jennifer Lopez macht sich das Schmuckstück ausgesprochen gut. In "Anaconda" (1997) von Luis Llosa sah man Jennifer Lopez an der Seite von Eric Stoltz, Ice Cube und Jon Voight. Doch trotz der attraktiven Besetzung war der Film eine lächerlich langweilige und lächerlich schlecht gemachte Variation uralter Horrorfilm-Motive. In den 50er Jahren verfilmten Leute wie Jack Arnold oder Roger Corman solche Stoffe mit ebensomiesen Tricks, aber wesentlich billiger, geradliniger und spannender.

"Selena" (1997) von Gregory Nava war die Filmbiographie über die gleichnamige Sängerin, die sogenannte Tejano Queen, die einem Mord zum Opfer fiel. Für Jennifer Lopez war es die erste Hauptrolle, und die bekam sie nur, weil Konkurrentin Salma Hayek abgelehnt hatte - mit den Worten: "Ich werde bestimmt nicht diesen Film über Selena machen. Ihr Tod ist zu nahe, als dass man einen Film über ihr Leben machen sollte. Und ich glaube, dass weder ich noch sonstwer einen Film machen könnte, der so gut wäre wie sie." Jennifer Lopez nahm die Rolle an, und ironischerweise hat sie seither im Karrierewettlauf Salma Hayek eindeutig überholt. Denn nun kamen die wirklich interessanten Rollen. Starregisseur Oliver Stone besetzte sie in seinem rabiaten B-Movie "U-Turn - Kein Weg zurück" (1997).

Darin bleibt Sean Penn wegen eines Motorschadens in einem elenden Wüstenkaff hängen. Während sein Wagen repariert wird, sucht er Zerstreuung. Sie läuft ihm über den Weg in Gestalt der hinreißenden Halbindianerin Grace (Lopez), die er auch fleißig anmacht. Doch die Schöne ist verheiratet: Ihr grober Klotz von Mann (Nick Nolte) haut Sean Penn erst einmal eins auf die Nase, dann macht er ihm ein Angebot: Der Fremde soll Grace töten. Oliver Stone machte daraus einen unterhaltsamen Thriller, der manchmal ein wenig sehr um Tiefsinn bemüht ist, über weite Strecken jedoch als gut geschriebener Krimi in der Tradition des B-Films überzeugt.

Ihre bislang beste Rolle hatte Jennifer Lopez in "Out of Sight" (1998) von Steven Soderbergh, der Verfilmung des Romans "Zuckerschnute" von Kultautor Elmore Leonard ("Schnappt Shorty!"). Als Bundesmarshall Karen Cisco muss Jennifer Lopez beobachten, wie sich ausgerechnet vor ihrem Wagen ein paar flüchtige Knackis ins Freie buddeln. Unter ihnen ist auch Jack (George Clooney), der Karen Cisco entführt und sich dabei in sie verliebt. Und auch sie sieht sich bald im Zwiespalt zwischen Pflichterfüllung - eigentlich müsste sie Jack verhaften - und Wunschdenken - aber viel lieber ginge sie ja mit ihm ins Bett. Soderbergh inszenierte das als muntere Krimikomödie mit guten Dialogen und einem Hauptdarstellerpaar, bei dem es sichtbar funkt.

Zwischendurch lieh Jennifer Lopez auch einer der Ameisen in dem sehenswerten Computer-Zeichentrickfilm "Antz" (1997) von Eric Darnell und Tim Johnson ihre Stimme. Damit war sie in guter Gesellschaft: Außer ihr sprachen Woody Allen, Dan Aykroyd, Sylvester Stallone, Anne Bancroft, Gene Hackman, Christopher Walken, Paul Mazursky und Sharon Stone.

Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin ist Jennifer Lopez auch eine äußerst erfolgreiche Sängerin. Als Popstar verkaufte Lopez von ihrem Debütalbum "On the 6" (1999) weltweit mehr als sieben Millionen Stück. Sie wurde für zwei Grammys nominiert. Ihre Hit-Single "If You Had My Love" hielt sich fünf Wochen auf Platz eins der Billboard-Charts, und das Musikvideo zu diesem Titel wurde vierfach für den MTV Video Music Award nominiert.

2000 gewann Lopez den Preis für den Besten Rhythm & Blues bei den MTV European Music Awards. Das zweite Album "J. Lo" kombiniert Pop, R&B und Latinosound, Lopez fungierte auch als Executive Producer und schrieb sieben der Songs selbst. "J. Lo" landete sofort auf Platz eins der Billboard-Charts, ging in den USA schon in der ersten Woche 272 000-mal über den Ladentisch (international wurden zwei Millionen Stück verkauft). Die erste Single des Albums "Love Don't Cost a Thing" landete im Radio auf Platz eins und war sowohl in den USA als auch international der am meisten gewünschte und gespielte Titel im Radio.

Weitere Filme mit Jennifer Lopez: "The Cell","Wedding Planner - Verliebt, verlobt, verplant" (beide 2000), "Angel Eyes" (2001), "Genug", "Manhattan Love Story" (beide 2002), "Liebe mit Risiko" (2003), "Darf ich bitten?", "Jersey Girl" (beide 2004), "Das Schwiegermonster", "Ein ungezähmtes Leben" (beide 2005), "Bordertown" (2006), "Plan B für die Liebe" (2010), "Was passiert, wenn's passiert ist", "Parker" (beide 2012).

Jennifer Lopez ist nicht der erste Star lateinamerikanischer Herkunft, der im US-Showbizz für Furore sorgt. Aber sie ist die Schönste. Und die Erste, die unter eigenem Namen antritt. Für eine Margarita Carmen Cansino (alias Rita Hayworth) wäre das undenkbar gewesen. Bis vor kurzem rühmten kurzsichtige Filmkritiker süffisant ihr wohl proportioniertes Hinterteil, inzwischen lauscht alle Welt ihrer vorzüglichen Stimme. Mit Songs wie "If you had my love" und "Let's get loud" stieg Jennifer Lopez zum Superstar auf.

prisma traf Jennifer Lopez in London

Prisma: Trotz großartiger hispanischer Sängerinnen wie Gloria Estefan sorgt es in den USA immer noch für Wirbel, wenn jemand wie Sie Erfolg hat. Die "New York Daily News" meinten, Ihr Aussehen erinnere an eine typische Latina-Schlampe...
Jennifer Lopez: Inzwischen hat sich das Blatt indirekt dafür entschuldigt. Der Witz ist: Ich bin New Yorkerin! Ich bin in der Bronx aufgewachsen. Meine Eltern stammen aus Puerto Rico. Dass ich hispanischer Herkunft bin, löst eben Ängste aus.

prisma: Welcher Art Ängste?
Lopez: Viele Menschen mit Einfluss in den Medien fürchten, dass Englisch vom Spanischen verdrängt wird. In New York wird schon mehr Spanisch als Englisch gesprochen, in Kalifornien ist es offiziell als zweite Schulsprache anerkannt.

prisma: Wo liegt das Problem?
Lopez: Für mich ist es keins. Ich bin eine zweisprachig aufgewachsene Amerikanerin. In diesem Land ist immer mehr als nur eine Sprache gesprochen worden.

prisma: Ihrer Karriere bekommt das Etikett einer "Latina" hervorragend...
Lopez: Es hat mir die Rolle der "Selena" eingebracht, der wunderbaren mexikanischen Sängerin. Einer Besessenen. Mit ihr konnte ich mich total identifizieren...

prisma: ...für eine Million Dollar Honorar. Für ihren nächsten Film, Steven Soderberghs gediegenen Krimi "Out of sight", bekamen Sie schon zwei Millionen. Wie viel sind Sie jetzt wert?
Lopez: Viel mehr, hoffe ich! Dies ist die vermutlich beste Zeit meines Lebens. Überall auf der Welt wird meine Musik gespielt.

prisma: Wollen Sie nicht ganz in Musik machen? Deutsche Schauspieler halten das mitunter so nach ein paar Hits...
Lopez: Zugegeben, die Versuchung ist groß. Musik ist leicht verdientes Geld. Aber ich bin ganz und gar Schauspielerin und werde weiter filmen.


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