Nina Bott spricht über ihre Kindheit: Zwischen Liebe und Herausforderungen
2021 wurde Nina Bott zum vierten Mal Mutter. In einer ZDF-Dokumentation der "Terra Xplore"-Reihe spricht die Schauspielerin nun über ihre eigene Kindheit. Letztere habe Bott trotz der schweren psychischen Probleme ihrer inzwischen verstorbenen Mutter positiv in Erinnerung.
"Meine Mama war alkoholabhängig, hatte Depressionen – also wirklich auch ganz viele psychische Probleme", offenbart Nina Bott. Heute ist die Schauspielerin selbst vierfache Mutter. In der ZDF-Doku: "Terra Xplore: Ist Mama die Beste?" denkt sie nun an ihre eigene Jugend zurück. Trotz der schwierigen Umstände habe sie "eine Mega-Kindheit" gehabt und sich "unmenschlich geliebt gefühlt", betont Bott.
Und doch hat die Erkrankung ihrer Mutter Spuren hinterlassen. So sei diese sei "nicht fähig" gewesen, "den Alltag zu bewältigen", erinnert sich Bott. Schon in jungen Jahren habe die heutige Momfluencerin Aufgaben im Haushalt übernommen: "Ich musste eigentlich mit elf schon den Laden schmeißen."
Botts Mutter lebt sei fast 20 Jahren nicht mehr. "Sie ist dann an meinem Geburtstag gestorben" – im Alter von 51 Jahren, wie der ehemalige GZSZ-Star erzählt. "Da war wie so ein Knoten, der geplatzt ist", sagt die 48-Jährige: "Ich konnte darüber nicht reden, als sie noch gelebt hat." So habe sie stets geglaubt, ihre Mutter "schützen" zu müssen, "weil ich dachte: Wenn sie das doch noch hinkriegt, dann muss das ja vorher keiner mitbekommen haben."
"Meine Mama hatte ganz viel Traurigkeit in sich"
Aus heutiger Sicht sagt sie, das nicht das Verhältnis zu ihrer Mutter als solches schwierig gewesen sei: "Es waren eher die Umstände und damit umzugehen als kleines Kind. Meine Mama hatte ganz viel Traurigkeit in sich und so viele Baustellen." Häufig sei sie als Tochter "sauer und verständnislos" gewesen, trotz der "wahnsinnig intensiven Liebe". Damals habe Nina Bott nicht verstanden, weshalb ihre Mutter sich nicht mehr darum bemühe, gesund zu werden. "Heute weiß ich: Sie hat sich auch immer so schuldig dafür gefühlt."
Inzwischen habe sie "trotz allem eher Bewunderung für meine Mama", erklärt die Moderatorin. "Alles, was mir wichtig ist, die Werte, woran ich glaube, wie wichtig Freundschaft ist, Familie, Empathie – ich habe das ja alles von meiner Mama." Ihre Mutter hätte wohl "nie gedacht", dass Bott und ihr Bruder "das schon irgendwie hinkriegen", glaubt die Hamburgerin. Könnte sie noch einmal mit der Verstorbenen sprechen, erklärt sie unter tränen, "würde ich sie einfach gerne beruhigen, ihr diese Last nehmen".
Das ZDF zeigt "Terra Xplore: Ist Mama die Beste?" am Sonntag, 10. Mai, um 17.15 Uhr. Im Streamingportal des Senders ist die Dokumentation bereits vorab zu sehen.
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH