ARD-Doku analysiert Trump-Putin-Beziehung im Krieg gegen die Ukraine
Seit dem Beginn des Überfalls auf die Ukraine durch Wladimir Putins Armee setzt die Welt nolens volens auf Verhandlungen, die für die Ukraine einen wie auch immer gearteten Frieden bringen sollen. Doch Treffen von Riad im Februar 2025 bis hin zum jüngsten Gipfel in Abu Dhabi enttäuschten immer wieder. Zu festgefahren sind die Fronten. Nach vier Jahren Krieg in der Ukraine und einem Jahr der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten fragt nun eine neue ARD-Story von Tilmann Remme und Shahida Tulaganova (WDR) im Ersten noch einmal unverzagt, inwiefern das Verhältnis zwischen Trump und Putin eine Rolle für den Krieg in der Ukraine spielt.
Es ist ein Pokerspiel, in dem es tausende Tote auf beiden Seiten gibt. Werden die Donbass-Fronten eingefroren? Und, wenn ja, wo? Putin gibt sich, nicht zuletzt wenn er mit durchgedrücktem Rückgrat durch seinen Kreml-Palast marschiert, als absolutistischer Herrscher. Ein Autokrat, der, so wird es vielfach analysiert, Russlands frühere Größe wieder herstellen will – oder wenigstens die alte Sowjetunion, die bekanntlich bis 1991 bestand. Seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begründete er mit der NATO-Osterweiterung und der damit einhergehenden Russland-Bedrohung.
Donald Trump und Wladimir Putin: Treffen zweier Machtpolitiker im Fokus
Donald Trump, ehemals Immobilien-Tycoon mit russischen Beziehungen in den 80er-Jahren und danach, glaubt daran, dass der Friede mit einem wirtschaftlichen Deal zu bewältigen sei – aber den Friedensnobelpreis hätte er schon gerne auch. Bereits 2023 versprach er, den Krieg "binnen 24 Stunden" zu beenden. In einer hanebüchenen Sitzung im Weißen Haus setzte er im Anfang 2025 Selenskyj unter Druck.
"Trump ist unglaublich gut darin, zu sagen, was er vorhat", sagt der russische Journalist Fyodor Lukyanov als Putin-naher Kronzeuge im Film. "Manchmal sind seine Ideen verrückt, völlig abwegig, aber er verbirgt sie nicht. Aus Putins Sicht ist diese Offenheit besser als alles andere." Die ehemalige leitende Mitarbeiterin des Internationalen Stabs der NATO, Stephanie Babst, ist besorgt: "Donald Trump bittet Putin quasi auf die Tanzfläche. Nicht heimlich und leise oder per Telefon, sondern vor großem Publikum. Und sie tanzen. Sie tanzen, indem sie sich als zwei Alphamänner etablieren", sagt sie zum Treffen in Alaska.
Ob die Konstellation wenigstens für einen faulen Frieden reicht? Die Doku beleuchte "ein Aufeinandertreffen von zwei Machtmenschen mit unterschiedlichen Talenten und Strategien", sagen die Autoren des Films und stellen die sublime Frage: "Was verbindet sie – was trennt sie?"
ARD Story: Putin und Trump: Ziemlich beste Feinde? – Mo. 23.02. – ARD: 22.50 Uhr
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Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH