Marisa Paredes

María Luisa Paredes Bartolomé
Lesermeinung
Geboren
03.04.1946 in Madrid, Spanien
Alter
75 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Marisa Paredes studierte an dem Konservatorium der Dramatischen Künste in Madrid. Bereits als Kind wurde ihr schauspielerisches Talent entdeckt und bekam bereits erste Rollen am Theater. Ihr Fernsehdebüt gab sie 1960 in dem Krimidrama "Police Speaking!". Seit 1965 spielte Paredes in vielen spanischen TV-Produktionen, wie etwa in den Serien "Tiempo y hora" (1966-1967) und "Estudio 1" (1967-1982), in der sie an der Seite von Verónica Forqué zu sehen ist. Bereits in den Siebzigerjahren zeigte sich Paredes als vielseitig einsetzbare Schauspielerin, die sowohl in Film- und Fernsehproduktionen als auch am Theater Aufmerksamkeit erregte.

Nachdem sie die Carmen in "Sus años dorados" (1980) spielte, besetzte Fernando Trueba sie in einer Nebenrolle in seinem Langfilmdebüt "Erste Werke" (1980). Am Theater übernahm Paredes die Hauptrollen in verschiedenen Stücken von namenhaften Schriftstellern wie Samuel Beckett, Anton Cechov, Arthur Miller und Ivan Turgenev. Im Centro Dramatico Nacional trat sie 1991 an der Seite von Joaquín Hinojosa in drei Stücken von Samuel Beckett auf ("Nana", "Nicht ich" und "Ohio Impromptu"), die unter dem Motto "Bekettiana" in Madrid aufgeführt wurden. Außerdem spielte sie in Roberto Benignis nicht unumstrittenen Oscar-Gewinner "Das Leben ist schön" (1997) Doras Mutter.

Paredes wirkte in mehreren Produktionen von Pedro Almodóvar mit: In der Schwarzen Komödie "Das Kloster zum heiligen Wahnsinn" (1983) spielte sie Schwester Estiércol, die unter Halluzinationen leidende Köchin des Klosters. Als verlassene Ehefrau begegnet sie dem Zuschauer in der Komödie "Mein blühendes Geheimnis" (1995), in der sie versucht, diese tiefe Lebenskrise zu überwinden und ihrem Leben eine neue Wendung zu geben. 1999 steht Paredes an der Seite von Penélope Cruz erneut für Almodóvar in dem Drama "Alles über meine Mutter" (1999) vor der Kamera. Für ihre Darstellung der Becky in "High Heels - Die Waffen einer Frau" (1991) - einer egoistischen und egozentrischen Mutter - wird sie mit vier Preisen ausgezeichnet, darunter gleich zwei Mal als Beste Schauspielerin auf dem Gramados Film Festival in Brasilien und beim Fotograms de Plata. Auch in "Sprich mit ihr - Hable con ella" (2002) und "Die Haut, in der ich wohne" (2011) ist sie wieder dabei.

Immer wieder spielte sie in ungewöhnlichen Werken wie etwa dem Drama "Im Glaskäfig" (1987) verkörpert sie als Griselda die Frau eines KZ-Arztes, der Experimente mit jüdischen Kindern durchführt und gleichzeitig seinen pädophilen Neigungen frönt. Im Laufe ihrer Karriere gewann Paredes zahlreiche Auszeichnungen. Die Erste erhielt sie 1974 für ihre schauspielerische Leistung in dem TV-Film "Estudio 1" (1964). Seitdem ist sie immer wieder für ihre Darbietungen im Film und Fernsehen ausgezeichnet worden. Für den Fotogramas de Plata Award wurde sie bereits zwei Mal nominiert und gewann 1969 in der Kategorie "Beste Fernsehdarstellerin". Insgesamt erhielt Paredes über 15 Auszeichnungen sowie mehrere Nominierungen für die verschiedensten Auftritte in französischen, mexikanischen, italienischen sowie spanischen Produktionen.

Weitere Filme mit Marisa Paredes: "Los económicamente débiles" (1960), "Canción de cuna" (1961), "Der schreckliche Dr. Ortloff" (1962), "Llegar a más" (1963), "El mundo sigue" (1965), "Las salvajes en Puente San Gil", "La tía de Carlos en mini-falda" (beide 1966), "No disponible", "Tito con amor", "La amante estelar", "Requiem für Django" (alle 1968), "El señorito y las seductoras", "La revoltosa", "Carola de día, Carola de noche" (alle 1969), "Fray Dólar" (1970), "Pastel de sangre", "El espíritu del animal" (Kurzfilm), "Goya, historia de una soledad" (alle 1971), "Abismo" (1972), "Luisa Fernanda" (1973), "Larga noche de julio" (1974), "Rafael en Raphael" (Stimme, 1975), "El perro" (1979), "Las bicicletas son para el verano" (1984), "Delirios de amor ", "Tata mía" (beide 1986), "Cara de acelga", "Mientras haya luz" (beide 1987), "Tu novia está loca" (1988), "Continental" (1990), "Golem, l'esprit de l'exil" (1992), "La última respuesta" (Kurzfilm), "Zwischensaison", "La reina anónima" (alle 1992), "Tierno verano de lujurias y azoteas", "Tombés du ciel" (beide 1993), "Tagebuch eines Vergewaltigers" (1994), "La nave de los locos" (1995), "Drei Leben und ein Tod", "Profundo carmesí" (beide 1996), "Docteur Chance" (1997), "Señores de Gardenia" (Kurzfilm), "Préférence", "Le serpent a mangé la grenouille", "Talk of Angels" (alle 1998), "Keine Post für den Oberst", "Jonas und Lila" (beide 1999), "Leo" (2000), "Das Rückgrat des Teufels", "Salvajes" (beide 2001), "Una preciosa puesta de sol", "Dans le rouge du couchant" (beide 2003), "Frío sol de invierno" (2004), "Schwule Mütter ohne Nerven", "Espelho Mágico" (beide 2005), "Four Last Songs", "El camino de Ana" (Kurzfilm), "Després de la pluja" (alle 2007), "L'uomo che ama", "1ª Vez 16 mm" (beide 2008), "Amores locos" (2009), "El dios de madera", "Gigola" (beide 2010), "Les yeux de sa mère" (2010), "Felipe und Letizia", "Mina" (beide 2011).

Filme mit Marisa Paredes

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