Xavier Koller

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Biografie
Nach einer Schauspielausbildung in Zürich und gelegentlichen Engagements bei Film und Fernsehen, gab Xavier Koller 1969 sein Regie-Debüt mit dem experimentellen Spielfilm "Fanö Hill". Nicht weniger unkonventionell war auch "Hannibal", der 1973 in Cannes den Beifall der Kritik fand.

Es folgten Arbeiten fur das eidgenossische Fernsehen, darunter der mit Hilmar Thate, Angelica Domröse und Günter Lamprecht hochkarätig besetzte "Galgensteiger" (1978).

Seinen Ruf als "Liebhaber des Urchigen" (Tages-Anzeiger), also "Liebhaber des Urwüchsigen" erwarb sich Koller insbesondere mit den Kinofilmen "Das gefrorene Herz" (1979) - eine schlitzohrige Komödie - und "Der schwarze Tanner" (1986), beides Stoffe, die auf Vorlagen des Schweizer Volksdichters Meinrad Inglin basieren.

Als Xavier Koller 1990 mit "Reise der Hoffnung" den Academy Award für den besten nicht-englischsprachigen Film gewann, der Film noch dazu unter dem Titel "Journey of Hope" vom US- Verleih Miramax in die amerikanischen Programmkinos gebracht wurde und Hollywood Interesse signalisierte, entschloss sich Koller, Kalifornien den Vorzug vor Zürich zu geben.

Für die Disney-Studios entstand sein Indianerfilm "Squanto - Der große Krieger" (1994), die bewegte Lebensgeschichte des Häuptlingssohnes Squanlo. Für sein Rodeo-Drama "Ring of Fire" (2000) standen Kiefer Sutherland, Daryl Hannah, Molly Ringwald und Pete Postlethwaite vor der Kamera.

Im gleichen Jahr realisierte Koller auch die Verfilmung des Kurt-Tucholsky-Romans "Gripsholm", den er mit Ulrich Noethen, Heike Makatsch und Jasmin Tabatabai in Szene setzte.  

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