120 BPM
18.05.2022 • 21:55 - 00:10 Uhr
Spielfilm, Drama
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
120 battements par minute
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2017
Altersfreigabe
16+
Spielfilm, Drama

Eine Liebesgeschichte mit Relevanz

Von Aylin Rauh

Das französische Drama "120 BPM" begleitet eine Pariser Aktivistengruppe, die sich in den 90-ern gegen AIDS engagiert. Im Laufe des Films entwickelt sich die Handlung zu einer bewegenden Liebesgeschichte. Im Anschluss zeigt ARTE eine Dokumentation zu diesem sehenswerten Spielfilm.

Die ersten HIV-Diagnosen stellte man in den frühen 80er-Jahren, die Ausbreitung der Krankheit entwickelte sich als Pandemie. Obwohl die Aids-Verbreitung mittlerweile abgeschwächt ist, existiert die ansteckende Krankheit immer noch. Viele Initiativen, nicht zuletzt aus Kunst und Kultur, engagieren sich nach wie vor gegen die Epidemie, auch Filmemacher werden im Bemühen um Aufklärung nicht müde, denn noch immer sterben weltweit Menschen an Aids. In "120 BPM" (2017) gelang es Regisseur Robin Campillo, das schwere Thema auf besonders subtile und berührende Art und Weise aufzuarbeiten. Jetzt zeigt ARTE das vielgerühmte Meisterwerk, das in Cannes im internationalen Wettbewerb um die Goldene Palme konkurrierte, als Free-TV-Premiere.

Der Film spielt in Paris der frühen 90er-Jahre und hat viele reale Bezüge. Eine Aktivistengruppe namens Act up, bestehend aus Betroffenen, kämpft gegen das Virus – und gegen die Ignoranz. Denn obwohl seit vielen Jahren HIV in Frankreich verbreitet ist, wird das Thema in der Gesellschaft totgeschwiegen, bei den Pharmakonzernen steht die Krankheit auch nicht wirklich nachdrücklich auf der Agenda. Als Nathan (Arnaud Valois), der HIV-negativ ist, zu dieser Gruppe stößt, verliebt er sich in Sean (Nahuel Pérez Biscayart). Durch seine HIV-Erkrankung angetrieben ist Sean das mutigste und aktivste Mitglied der Gruppe. Mit der Zeit verlieben sich die beiden Männer ineinander und eine intensive Liebesgeschichte beginnt. Doch auch diese Liebe kann Seans Erkrankung nicht aufhalten.

Der Regisseur Robin Campillo engagierte sich damals selbst bei der Aktivistengruppe Act up, er lässt in "120 BPM" seine eigenen Eindrücke miteinfließen. In der Dokumentation, die im Anschluss an den preisgekrönten Spielfilm gezeigt wird, berichtet der Filmemacher ausführlich über seine Erfahrungen in der Gruppe, von den Dreharbeiten und erläutert seine eigene Sichtweise über HIV.

120 BPM – Mi. 18.05. – ARTE: 21.55 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Darsteller

Adèle Haenel: Längst ein Superstar.
Adèle Haenel

Das beste aus dem magazin

Das Buch "Pfoten im Sand"
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Pfoten im Sand"

Dr. Sybille Morch tauschte ihr Leben als Oberärztin gegen ein neues Glück auf Koh Samui: In ihrem Buch "Pfoten im Sand" erzählt sie von ihrer Reise und ihrem Einsatz für behinderte Hunde.
Prof. Dagny Holle-Lee ist Leiterin des Westdeutschen Kopfschmerz- und
Schwindelzentrums Essen sowie Oberärztin der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen.
Gesundheit

Auch Schwindel kann Migräne sein

Vestibuläre Migräne überrascht oft, da sie sich durch Schwindel statt der typischen Kopfschmerzen äußert. Viele Betroffene fühlen sich benommen oder wie auf einem Schiff. Die richtige Diagnose dauert oft Jahre, doch die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und erfolgversprechend.
Ronald Reng
HALLO!

Ronald Reng: "Die Nation hat sich entkrampft"

Ronald Reng („Robert Enke“, „Miro“, „Spieltage“) blickt in seinem neuen Buch „Der deutsche Sommer“ (Piper Verlag) auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zurück. Im Interview erklärt er, warum dieses Turnier auch 20 Jahre danach immer noch als „Sommermärchen“ gilt.
Der Kalendermonat Mai.
Gesundheit

Aktionstage für die Gesundheit

Der Mai ist reich an Gesundheitstagen: Von Rauchfrei-Aktionen über den Welt-Hebammentag bis hin zum Asthma-Tag wird auf wichtige Gesundheitsthemen aufmerksam gemacht.
Olivia Jones (l.) und Johannes Hegemann 
HALLO!

Olivia Jones über den Film "Olivia": "Das ist wie ein Ritterschlag"

Oliver ist seit vielen Jahren unter dem Namen Olivia Jones als Travestie-Künstler erfolgreich. Besonders die Teilnahme an „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus” 2013 machte Olivia einem großen Publikum bekannt. Der Film „Olivia“ (ab 5. Mai in der ZDFmediathek und am 13. Mai um 20.15 Uhr im ZDF) erzählt eindrucksvoll die Lebensgeschichte des Künstlers.
Dr. Lena Schlender ist Zahnärztin im Carree Dental in Köln.
Gesundheit

Gegen schädliche Bakterien: Zahnseide richtig nutzen

Zahnseide ist ein unverzichtbares Werkzeug in der Mundhygiene. Doch viele machen beim Flossing einen entscheidenden Fehler: Das kreuz und quer Anwenden. Warum das schädlich ist und wie es richtig geht, erfahren Sie hier.