1806 - Die Nürnberg Saga
28.12.2025 • 14:00 - 14:45 Uhr
Info, Geschichte
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Aus Kirchen und städtischen Gebäuden werden zahllose Kunst- und Wertgegenstände entfernt. Die Bayern verschleudern sie auf Auktionen oder sie verschwinden in Depots in München und Augsburg.
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Paul Wolfgang Merkel (Andreas Leopold Schadt, Mitte) wird im zweiten Teil der Nürnberg Saga von österreichischen Soldaten in Geiselhaft genommen.
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Susanne von Tucher (Franziska Maria Pößl) trauert um ihren Sohn.
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Susanne von Tucher (Franziska Maria Pößl).
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Info, Geschichte

1806 - Die Nürnberg Saga

Wer Franken verstehen will, muss das Nürnberger Ur-Trauma kennen: den Verlust der reichsstädtischen Eigenständigkeit und die erzwungene Übergabe an Bayern - eine Niederlage, deren versteckte Chancen Nürnberg entschieden für sich zu nutzen wusste. Die Gassen des alten Nürnberg sind erfüllt vom Marschtritt der bayerischen Grenadiere, die im Namen ihres Königs Max Joseph die Stadt in Besitz nehmen an diesem sonnigen Septembertag des Jahres 1806. Viel Volk ist zusammengekommen, um das Schauspiel der feierlichen Übergabe der Stadt durch den französischen Kommissar mitzuerleben. Wenige Tage später erfüllt der Lärm von Hämmern und Sägen die Stadt. Die Bayern demontieren bronzene Gitter und Tore, kupferne Dächer und Dachrinnen, sogar hölzerne Balken und Bretter, um alles zu Geld zu machen. Aus dem Rathaus klingen dumpf und monoton die Schläge des Auktionshammers. Binnen weniger Monate ist versteigert, verschleudert, verloren, was über Jahrhunderte zu Schmuck und Zierde der Reichsstadt Nürnberg angeschafft wurde. Einmalige Kunstwerke gehen verloren, wandern in private Sammlungen, verschwinden in Massendepots in München und Augsburg. Doch damit nicht genug: Alles ändert sich, Maße und Gewichte, Gesetze und Verordnungen, was gestern noch Recht und Ordnung war, hat jede Bedeutung verloren. Wie erleben die Nürnberger dieses Vorgehen der neuen Herren? Hier und da zeigt sich Unmut, Widerstand sogar. Im Großen und Ganzen bleiben die Nürnberger jedoch teilnahmslos und finden sich rasch ab mit der neuen Lage. Hauptsache, so sagen sie, es kommt nicht noch schlimmer. Schlimm genug, könnte man meinen, wenn sich in all dem Chaos der Veränderungen nicht bereits Traumbilder, eher nur gedacht als ausgesprochen, von einer besseren Zukunft zeigten.

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