42 - Die Antwort auf fast alles
30.03.2026 • 11:30 - 12:00 Uhr
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Die Welt wird immer schlechter – so scheint es zumindest, wenn man in die Zeitung oder die Sozialen Medien schaut: Armut, Wohnungsnot, Umweltkatastrophen, Kriege.
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Leben wir in der besten aller Welten?
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Originaltitel
42: Die Antwort auf fast alles
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
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42 - Die Antwort auf fast alles

Die Welt wird immer schlechter, so scheint es zumindest, wenn man in Zeitungen liest oder Social Media nutzt: Armut, Wohnungsnot, Umweltkatastrophen, Kriege. Die Ängste steigen und die Depressionsstatistiken auch. Doch stimmt die Wahrnehmung, dass alles den Bach runtergeht? Was sagen die Zahlen und Statistiken? Wie misst man überhaupt den Zustand der Welt? Und wenn man all diese Zahlen und Fakten kennt, weiß man dann, ob die beste aller möglichen Welten schon lange hinter - oder vielleicht doch noch vor den Menschen liegt? Seit rund 200 Jahren hat sich das weltweite Pro-Kopf-Einkommen im Durchschnitt deutlich erhöht, die extreme Armut ist stark zurückgegangen und auch die Kindersterblichkeit hat weltweit deutlich abgenommen. Zudem gibt es mehr Demokratien, die Lebenserwartung ist gestiegen, viele Menschen sind heute gesünder und besser gebildet als je zuvor. Studien der Weltbank und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigen: In vielen globalen Kennzahlen hat sich der Zustand der Menschheit über die letzten Jahrzehnte deutlich verbessert. Wäre das nicht ein Grund zum Feiern? Die meisten Menschen sehen das anders, sie neigen eher zu Pessimismus. Die Organisation "Gapminder", gegründet u.a. von Anna Rosling Rönnlund, befragt regelmäßig Menschen weltweit und stellt fest: Viele unterschätzen die Fortschritte der letzten Jahrzehnte erheblich. Ein Grund dafür sei der sogenannte Negativitätsinstinkt oder Gap-Instinkt, kognitive Verzerrungen, die dazu führen, dass man die Welt als schlechter, gefährlicher und ungleicher wahrnimmt als sie tatsächlich ist. Hinzu kommen Emotionen wie Angst und Unsicherheit, die laut der Neurowissenschaftlerin Maren Urner die rationalen Denkprozesse eines Menschen blockieren können. Verstärkt wird dieser Effekt durch mediale Berichterstattung, die oft negative Ereignisse in den Vordergrund stellt, auch weil sie die Aufmerksamkeit stärker fesseln. Das Problem: Wenn man verzerrten Weltbildern folgt, kann das nicht nur die Stimmung trüben, sondern auch zu falschen politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen führen. Darauf weist etwa der Harvard-Psychologe Steven Pinker hin. Wer den tatsächlichen Fortschritt nicht erkennt, läuft Gefahr, ihn aus den Augen zu verlieren - oder gar rückgängig zu machen. Was also kann man tun, um den negativen Instinkten etwas entgegenzusetzen?

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