Ein elfjähriger Junge verschwindet aus einem Kinderheim. Der Kripo-Neuling Jonas Becker (Tim Oliver Schultz) beginnt im nun wiederholten ersten Teil der RTL-Krimireihe "Alpentod – Ein Bergland-Krimi" zu ermitteln. Unterstützung erhält er von einer Ex-Kommissarin (Veronica Ferres) und einer forensischen Archäologin (Salka Weber).
Es gibt Berufe, mit denen die meisten Menschen erstmals durch Film und Fernsehen in Berührung kommen: Tatortreiniger wie in der gleichnamigen Comedy-Serie mit Bjarne Mädel ist so ein Beispiel. Die Krimireihe "Alpentod – Ein Bergland-Krimi" machte das Publikum 2025 mit dem spannenden Beruf der forensischen Archäologin vertraut. Nach zwei neuen Filmen in den letzten beiden Wochen wiederholt RTL nun den Auftaktfilm "Alte Wunden" (Regie: Samira Radsi, Buch: Stefan Rogall).
Der elfjährige Leon Atanasov wird vom Kinderheim Edelshof als vermisst gemeldet. Der Kripo-Neuling Jonas Becker (Tim Oliver Schultz), der einst selbst in dem Kinderheim lebte, nimmt sich des Falls schon aus persönlichen Interessen heraus an. Der Leiter Kai Bischoff (Harald Krassnitzer) berichtet Becker von der Erzieherin Anna Wiegand. Sie ist ebenfalls verschwunden.
Vor fünf Jahren verschwand zudem die damals sechsjährige Jennifer Petri aus dem Heim. Die Polizei ermittelte damals unter Hochdruck, doch irgendwann musste sie den Fall einstellen. "Was ist, wenn die beiden Fälle zusammenhängen?", fragt Becker: "Wenn da der gleiche Täter dahintersteckt." Um dieser These nachzugehen, kontaktiert er die damals ermittelnde Kommissarin: Birgit Reincke (Veronica Ferres) arbeitet inzwischen im Kriminalarchiv.
Von der Wiederaufnahme lässt sie sich dennoch überzeugen und holt eigenmächtig eine dritte Person ins Team: Marie Sonnleitner (Salka Weber) ist eine talentierte forensische Archäologin von der Universität Salzburg: "Wir betrachten einen Tatort und die weitere Umgebung", beschreibt sie selbst diesen Beruf: "Wir fragen uns: Warum lässt sich eine Leiche genau hier an diesem speziellen Ort finden? Kann man Spuren trotz Wind und trotz Regen immer noch finden?" Im Fall der vermissten drei Personen – so viel sei an dieser Stelle verraten – lautet die Antwort: ja!
"Alpentod – Ein Bergland-Krimi" erzählt vielleicht nicht die innovativste Crime-Story. Entführte Kinder gibt es im Fernsehkrimi häufig. Dass Marie Sonnleitner als forensische Archäologin einen erheblichen Teil zur Aufklärung des Falls beiträgt, verleiht der Reihe trotzdem eine fürs Genre frische Note. Auch die drei Hauptfiguren harmonieren trotz – oder wegen – ihrer Unterschiede gut und sorgen bei aller Ernsthaftigkeit auch für die ein oder andere unterhaltsame Szene.
Alpentod – Ein Bergland-Krimi: Alte Wunden – Di. 31.03. – RTL: 20.15 Uhr