Büro wird Wohnraum
25.11.2026 • 18:15 - 18:45 Uhr
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Originaltitel
Büro wird Wohnraum - Neue Konzepte gegen Wohnungsnot
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
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Büro wird Wohnraum

Blick auf Großmarkt und Elbtower, auch die Elbphilharmonie ist aus einem der Fenster zu sehen: Mitten in Hamburg-Hammerbrook steht eine ca. 600 Quadratmeter große Bürofläche leer. Ungenutzt, obwohl sich in der Stadt Tausende Menschen nach einer Wohnung oder auch nur einem Zimmer sehnen. Insgesamt stehen in Hamburg rund eine Million Quadratmeter Bürofläche leer. Für die drei jungen Architektur-Studierenden Leona Erdmann, Juli Sottorf und Emma Stiehle passt das nicht zusammen mit dem aktuellen Wohnungsnotstand. Sie haben das Projekt "vonwegenleer" gegründet und wollen beweisen, dass diese Flächen zu Wohnraum werden können. "Zwischennutzung" heißt das Stichwort. Büroflächen dauerhaft zu Wohnungen umzuwidmen, scheitert oft an vielen Hürden. Die Besitzer, meist Immobiliengesellschaften, wollen in der Regel nicht dauerhaft den Status ihrer Bürogebäude verändern. Aber für ein Jahr oder zwei sieht das anders aus. Doch dafür braucht es ein paar clevere Ideen. Wasserleitungen im Bestand werden für weitere Bäder und Küchen genutzt, einzelne Räume für Schlafzimmer sind meist schon vorhanden. Wo nicht, kommt das von "vonwegenleer" entwickelte modulare, reversible Wandsystem zum Einsatz, mit dem schnell eine wohnliche Atmosphäre entsteht. Diese Wände, die die drei erfunden haben, sind der Schlüssel zum Erfolg des Projekts, sind in der Höhe flexibel anpassbar, reagieren auf unterschiedliche Gebäude und können nach dem Auszug einfach ab- und für die nächste Wohnzwischennutzung wieder aufgebaut werden. Auch von Laien ohne handwerkliche Vorkenntnisse. Die Vermieter sind überzeugt und kommen zur Vertragsunterschrift, als die ersten Wände stehen. Die Bundesbauministerin besucht das Projekt und informiert sich, ob hier vielleicht ein bundesweiter Lösungsansatz der Wohnungsmisere entsteht. Aber für Juli, Emma und Leona kommt jetzt die größte Herausforderung. Die Auswahl der 15 Kandidat*innen, die auf die "Fläche" ziehen sollen. Drei Wohneinheiten entstehen im sechsten Stock der Sonninstraße 28. Drei komplett neu zu bestückende WGs mit 15 Menschen, von denen sich bislang niemand kennt. In einem ausgeklügelten Online-Match-Date müssen sich aus den rund 60 Bewerbern 15 Kandidaten finden, die am besten zueinander passen. Die Bewerber suchen sich quasi selbst einander aus. Matchen die Vorstellungen, wie viel man sich privat einbringt, Lebensrhythmus, Hobbys, Haustier? Und noch vor dem Aufbau taucht plötzlich eine entscheidende Frage auf, weil die Kalkulation der Mietpreise nicht ganz aufgeht: Soll eine 16. Person mit auf die Fläche ziehen, um den Mietpreis wie anfangs versprochen unter 400 Euro zu halten? Begleitet werden neben Juli, Emma und Leona, die das Projekt nicht nur lenken, sondern auch immer wieder ihr handwerkliches Geschick beweisen müssen, auch Florian Huber, ein Künstler, der sich Hoffnungen macht, in das Projekt einzuziehen, weil er auf dem freien Wohnungsmarkt seit Jahren erfolglos sucht. Sowie Jan und Kristin, ein Pärchen aus Kaiserslautern, das den Sprung in Freie und Hansestadt schaffen will.

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