Das Geheimnis der Wüstenelefanten
15.02.2026 • 10:35 - 11:20 Uhr
Natur + Reisen, Tiere
Lesermeinung
In der Trockenzeit wandern die Elefanten über weite Strecken auf der Suche nach Futter.
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Kalb Maja mit einer Spielgefährtin.
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Oryxantilopen können lange Zeit ohne Wasser überleben.
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Die Namib-Wüste ist trocken, nur wenige Pflanzen können hier überleben.
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Originaltitel
Hoanib - Heimat der Wüstenelefanten
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2014
Natur + Reisen, Tiere

Das Geheimnis der Wüstenelefanten

Allerorts heißer Sand: Die Namib ist die älteste Wüste der Welt - und eine der lebensfeindlichsten. Das größte darin lebende Tier, bestens an die Umwelt angepasst, ist der Wüstenelefant. Um in der Wüste Namibias zu überleben, müssen die Elefanten entbehrungsreiche Wanderungen auf sich nehmen. Nur die Leitkuh Clarissa weiß, wo Wasserquellen zu finden sind. Die Hitze ist unerträglich, für ihre kleine Tochter Maja könnte die Wasserstelle zu spät kommen. Fast 2000 Kilometer erstreckt sich die Namib entlang der Küste Namibias. Neun Trockenflusstäler durchschneiden sie im Norden, eines davon ist das Tal des Hoanib, die Heimat von Clarissa und ihrer Familie. Obwohl in den Tälern nur selten tatsächlich Wasser zu sehen ist, wachsen Pflanzen und Bäume. Das Geheimnis: Durch ein komplexes unterirdisches System läuft ständig Wasser durch das Flussbett, welches die Wurzeln der Pflanzen gerade noch erreichen. Es ist genug Wasser, um das Hoanib-Tal am Leben zu erhalten - ein Wunder der Natur. Doch eine Dürreperiode kann für die Dickhäuter zur Katastrophe werden, vor allem für Jungtiere und Alte. Sie müssen dann ihre Heimat verlassen, um in anderen Tälern nach Futter und Wasser zu suchen. Der alte Bulle "One Tusk" ist zu schwach, um sich den Wanderungen anzuschließen. Während selbst die zähen Schakale in der Trockenzeit das Hoanib-Tal verlassen, um an der Küste Nahrung zu suchen, bleibt er allein zurück - in der Hoffnung, dass bald Regen fällt. So öd und leer das Hoanib-Tal auf den ersten Blick auch wirkt, dort verbergen sich zahlreiche Tiere. Schlangen, Chamäleons und sogar Säugetiere wie Oryxantilopen und Schakale haben in dem lebensfeindlichen Reich ihre Heimat gefunden. Während die großen Säuger auf der Suche nach Wasser und Nahrung weite Strecken wandern, haben vor allem die kleinen Tiere verblüffende Strategien entwickelt, um zu überleben. Der Schwarzkäfer reckt seinen Panzer in die Höhe, damit Nebel auf seinem Körper kondensiert. Die entstehenden Tropfen rollen direkt in seine Mundöffnung. So löscht er seinen Durst. Der Namibgecko nutzt dazu seine großen Augen. Wenn Wasser darauf kondensiert, leckt er es einfach mit seiner langen Zunge ab. Alle paar Jahre sind die Regenfälle über der Wüste so reichhaltig, dass der Hoanib sich innerhalb weniger Stunden in einen reißenden Fluss verwandelt. Eine zerstörerische Flutwelle braust dann mit rasender Geschwindigkeit durch das Flussbett. Das Tal wird zur tödlichen Falle - auch für die Elefantenfamilie.

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