Das Traumschiff
20.11.2022 • 20:15 - 21:45 Uhr
Serie, Unterhaltungsserie
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
Serie, Unterhaltungsserie

Wenig See, viel Schnee: Beim "Traumschiff" gibt's ein Hundeschlittenrennen mit Maria Höfl-Riesch

Von Hans Czerny

Ungewöhnliche Programmierung: Das "Traumschiff" kommt diesmal (auch) bereits am 20. November, am Tag der Eröffnung der Fußball-WM in Katar. Es geht allerdings nicht in den Nahen Osten, sondern in den europäischen Norden, nach Lappland, wo laut Kapitän Parger "das ganze Jahr über Weihnachten ist".

Diesmal, 2022, wird der gewohnte Rhythmus beim ZDF-"Traumschiff" durchbrochen. Ist der Dauerbrenner sonst stets ein Quotengarant an Weihnachten, Neujahr und Ostern (zuletzt 5,7 Millionen Zuschauer, 20,7 Prozent Marktanteil), so verspricht man sich beim ZDF offensichtlich von der Eröffnung der WM in Katar einen gewissen Sogeffekt aufs Fernsehprogramm auch in der Primetime. Den Programmverantwortlichen dürfte vor allem die zuletzt ungewöhnlich gute Quote bei den Jüngeren (13,8 Prozent) Auftrieb gegeben haben. Auch 2023 sollen wieder vier Folgen gesendet werden. Offensichtlich gibt es wegen Corona Nachholbedarf.

Hoteldirektor Schifferle (Harald Schmidt) ist allerdings auch diesmal wieder nicht dabei. Laut Drehbuch (Jürgen Werner) ist er "krank", und Staff-Kapitän Grimm (Daniel Morgenroth) kommt daher statt seiner die Aufgabe zu, einen Stargast für den obligatorischen Galaabend aufzutun. Wie gut, dass sich der Chartsänger Sasha als Angestellter an Bord befindet, sodass Grimm zur Ukulele greifen und mit diesem "Somewhere Over The Rainbow" zum Besten geben kann. Der zuvor so skeptische Kapitän Max Parger (Florian Silbereisen) bedient dazu hinterm Vorhang das Akkordeon.

"Wie früher, wie die Kinder!"

Das wirklich Erstaunliche ist diesmal aber natürlich das Reiseziel Lappland. Schon 2020 hatte das ZDF verlauten lassen, dass die Reisen – nicht zuletzt wegen notwendiger Schiffswechsel – vermehrt innerhalb Europas angesetzt würden. Cast-Mitglieder erkrankten offensichtlich ebenso wie "echtes" Schiffspersonal. Dass Florian Silbereisen bei den Dreharbeiten in diesem Frühjahr das Virus traf, ist verbürgt. Die Dreharbeiten seien aber davon nicht beeinträchtigt worden, ließ der Sender wissen.

Bangen muss man stattdessen nachträglich noch um Barbara Wussow, die zu Beginn der Lapplandreise als Chefstewardess die Gäste im Mantel an Bord begrüßt und diesen auch nicht mehr ablegen wird im Verlauf der Winter-Weihnachtsreise. Durch die Bordscheiben pfeift zuweilen der Wind. Immerhin lugt durchs Fenster der echte Ozean.

Kaum an Bord, wird Kapitän Parger von zwei früheren Schulkollegen überrascht, die ihn zu allerlei Abenteuern in Lappland verführen wollen. Mit einem Eisbrecher geht's zum Eisbaden im Neoprenanzug. Dass sich einer der Freunde, ein Pater im Priestergewand, schon längst in die Ex des anderen verliebt hat, gibt Anlass zu einer munteren Hundeschlittenfahrt. Pater Maik (Tayfun Baydar) soll sich als Mann beweisen, so fordert ihn Freund Patrick (Daniel Fritz) auf. "Wie früher, wie die Kinder!", kommentiert Parger das Geschehen. Trotz kompetenter Anweisungen des Skistars Maria Höfl-Riesch kippt dann der Schlitten, die Hunde laufen samt Funkgeräten davon, und die zurückgebliebenen Freunde müssen in eisiger Nacht im Freien zelten. Da werden Jugendträume wahr.

Eishotel-Sightseeing-Tour

Den obligatorischen Dreiklang aus Liebe, Leid und Abenteuer vervollständigen ein zerstrittenes Mutter-Tochter-Gespann (Lara Joy Körner, Johanna Hens) sowie die turtelnden Bordkräfte Caroline und Ben ( Mersiha Husagic, Ferdinand Seebacher). Ben möchte mit der Liebsten nur allzu gerne ein Restaurant in Lappland eröffnen – das gibt Anlass zu einer illustren Sightseeing-Tour. Die besagte Rabenmutter wird ihrerseits von Dr. Delgado (Collien Ulmen-Fernandes) eines falschen Beschützersyndroms überführt. Der Enzym-geschädigten Tochter gab sie eigensinnig immer wieder ungeeignete Medikamente, so stellt sich heraus.

"Eisige Welten, unendlche Weiten" hatte Kapitän Parger bereits in seiner Begrüßungsrede über Bordlautsprecher angekündigt. Und tatsächlich: Es gibt diesmal viel Schnee und Eis statt Strand, Palmen und Meer. Die gemalten Nordlichter lassen sich per Trick kurz durchs Glasdach blicken, und im "Santa Claus Village" grüßt der Weihnachtsmann samt Rentierschlitten. Schade, dass nicht alle noch "Rudolf, The Rrednosed Reindeer" singen. Aber auch so sind sie beim obligatorischen Schlussdinner – bis auf die böse Tablettenmutter – glücklich wieder vereint. Grönland wäre als Destination nächstens sicher noch frei.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag (26.12., 20.15 Uhr) wird jedoch die vor einem Jahr zurückgestellte Malediven-Episode mit Luke Mockridge unter dem Titel "Coco Island" gezeigt. Kapitän Parger hält eine Überraschung für seine engsten Mitarbeiter bereit. Er lädt sie ein, die Feiertage auf Coco Island zu verbringen, wo ein Freund die Gäste des Hotels als Chef de Cusine verwöhnt. Der Gastauftritt mit Mockridge als Koch wurde bereits im Januar 2021 gedreht. Weil der 33-Jährige Entertainer jedoch kurz vor der Ausstrahlung nach Gewaltvorwürfen einer Ex-Freundin in den sozialen Medien heftig kritisiert wurde, zog der Sender damals vorsichtshalber die Sendung zurück. Neben Mockridge sind in der Weihnachtsfolge auch David Garrett, Tina Ruland und Gaby Dohm mit von der Partie, bevor es dann am 01. Januar mit Uwe Ochsenknecht und Armin Rohde auf die Bahamas geht.

Das Traumschiff: Lappland – So. 20.11. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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