Der Irland-Krimi: Gnadentod
19.09.2024 • 20:15 - 21:45 Uhr
Fernsehfilm, Kriminalfilm
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Originaltitel
Der Irland-Krimi
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Fernsehfilm, Kriminalfilm

Mysteriöse Todesfälle unter Senioren

Von Susanne Bald

Der unerklärliche Tod ihres Nachbarn und der Mord an einem weiteren alten Mann rufen Polizeipsychologin Cathrin Blake (Désirée Nosbusch) sowie Superintendent Sean Kelly (Declan Conlon) im irischen Galway auf den Plan. Die Spur führt zu einem Seniorenheim und dessen charismatischer Leiterin.

Spätestens seit Corona sind die Zustände in Pflegeeinrichtungen nicht nur in Deutschland eines der brennendsten gesellschaftlichen Probleme der letzten Jahre. Kein Wunder, dass sie zunehmend in TV-Dramen und -Krimis zum Thema werden. Auch im neuen Film der Reihe "Der Irland-Krimi" mit dem Titel "Gnadenlos" wird ein Pflegeheim zum Zentrum der Ermittlungen von Superintendent Sean Kelly (Declan Conlon) und Polizeipsychologin Cathrin Blake (Désirée Nosbusch). Zu sehen am Donnerstagabend zur Primetime.

Im neunten "Irland-Krimi", der wie immer in Galway an der irischen Westküste spielt, findet Cathrin ihren Nachbarn Coner tot in einer Blutlache auf. "Sieht nicht nach Tötungsdelikt aus", urteilt der hinzugezogene Superintendent Kelly. Ist Coner, immerhin über 80, also einfach nur unglücklich gestürzt? Cathrin will das nicht glauben. Wenig später wird ein weiterer alter Mann, Ian Walsh, an einer Straße tot aufgefunden. Bei ihm steht schnell fest, dass es Mord war: eine Insulin-Überdosis, zuvor war er betäubt worden.

Eine Spur führt zu dem Pflegeheim "Eden View", geleitet von der charismatischen Bridget Howard (Julia Dearden). Während Sean Kelly sie vor Ort befragt, kommt die Heimbewohnerin Roisin hinzu und fleht ihn und seine Kollegin panisch an, sie aus dem "Eden View" zu befreien. Wenige Stunden später ist die alte Dame tot. Ein Zufall?

Altruistin oder Psychopathin?

Roisin habe Demenz gehabt, behauptet Bridget Howard, was deren Sohn Frank jedoch abstreitet. Mehr noch: Roisin starb wie Ian Walsh an einer Insulin-Oberdosis – anders als er war sie aber gar keine Diabetikerin. Heimleiterin Bridget lenkt den Verdacht auf Frank, er habe an das Geld seiner Mutter gewollt, sie dagegen immer alles für ihre Schützlinge getan.

Psychologin Cathrin glaubt ihr kein Wort: Bridgets Anteilnahme an den Todesfällen sei nur gespielt, sie habe zudem psychopathische Züge. Doch Superintendent Kelly ist vom scheinbaren Altruismus der Heimleiterin beeindruckt. Erst als er erfährt, dass in den letzten Monaten mehrere Menschen spurlos aus dem "Eden View" verschwanden, und Bridget erneut allzu perfekte Erklärungen aus dem Hut zaubert, wird auch er skeptisch. Während Kelly weiter in Ian Walshs Fall ermittelt, findet Cathrin etwas Unglaubliches heraus: eine Verbindung zwischen ihrem verstorbenem Nachbarn Coner und Heimleiterin Bridget.

"Gnadenlos" ist vielleicht nicht eben allerspannendste Krimikost, garantiert aber einen gemütlichen Fernsehabend, bei dem man dank interessanter Figuren und der ein oder anderen überraschenden Wendung durchaus gerne bis zum Ende dranbleibt. Denn wer weiß, was sich Drehbuchautorin Katrin Bühlig und Regisseur Matthias Tiefenbacher womöglich noch ausgedacht haben?

Kommende Woche folgt auf dem "DonnerstagsKrimi im Ersten"-Sendeplatz ein weiterer neuer "Irland-Krimi" mit dem Titel "Zerrissene Seelen". Beide Filme sind jeweils ab drei Tage vor der TV-Ausstrahlung bereits in der ARD-Mediathek abrufbar.

"Der Irland Krimi: Gnadentod" – Do. 19.09. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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