Der Rote Wolf. Ein Krimi aus Passau
11.09.2025 • 20:15 - 21:45 Uhr
Fernsehfilm, Kriminalfilm
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Originaltitel
Der Rote Wolf. Ein Krimi aus Passau
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Fernsehfilm, Kriminalfilm

Offene Rechnungen müssen beglichen werden

Von Elisa Eberle

Zwei Jahre nach "Gier nach nach Gold" setzt der BR die beliebte Filmreihe "Ein Krimi aus Passau" fort: Ex-Polizistin Frederike Bader (Marie Leuenberger) wird diesmal von einem mordverdächtigen Rocker unter Druck gesetzt. Sie soll seine Unschuld beweisen.

Ein Koffer, vollgestopft mit wertvoller Nazibeute, war Dreh- und Angelpunkt von "Gier nach Gold", dem sechsten "Krimi aus Passau", der im Februar 2024 erstausgestrahlt wurde und in der ARD Mediathek abrufbar ist. Eben jener Koffer wird der ehemaligen Polizistin Frederike Bader (Marie Leuenberger) nun – anderthalb Jahre später – im siebten Film "Der Rote Wolf. Ein Krimi aus Passau" zum Verhängnis.

Das Erste zeigt den Film unter Regie von Jan Fehse (Buch: Michael Vershinin) nun als Erstausstrahlung. Der Emaille-Händler Hubert Höllrigl, zur Erinnerung, hatte den Koffer im vergangenen Film mit Hilfe einer Schatzkarte ausgegraben. Mit dem Inhalt wollte er seine Schulden bei der Passauer Biker-Gang "Lobos Rojos" begleichen. Frederike Bader konnte den Rockern den Koffer hinter ihrem Rücken wieder entwenden, wurde dabei jedoch von einer Überwachungskamera gefilmt. Das Video dient nun wiederum Jozef Hašek, dem Anführer der "Roten Wölfe", wie der Gang-Name übersetzt heißt, als Druckmittel.

Bader und Zankl ermitteln getrennt

Jozef Hašek (Thomas Wodianka) nämlich steht unter dem dringenden Tatverdacht, seine Ex-Frau, die Blumenhändlerin Marie Polt (Reiki von Carlowitz) brutal mit einer Traubenschere erstochen zu haben. Er beteuert seine Unschuld und zwingt Bader, ihn an einem sicheren Ort zu verstecken: "Meine Jungs wissen bisher nicht, dass Sie uns das Zeug geklaut haben", droht er: "Wenn diese Info auf Reisen geht, möchte ich nicht in Ihrer Haut stecken."

Notgedrungen bringt Bader den Flüchtigen in einer derzeit leerstehenden Bäckerei unter und beginnt auf eigene Faust nach dem wahren Schuldigen zu suchen. Auf die Unterstützung des österreichischen Privatdetektivs Ferdinand Zankl (Michael Ostrowski) kann sie dabei nicht bauen: Ihre Beziehung ist angespannt, da Zankl nichts von Baders heimlichen Nachforschungen zum neuen Freund ihrer Tochter Mia (Nadja Sabersky) hält. Auch dieser Erzählstrang wurde im vergangenen Film bereits begonnen und findet diesmal, ohne zu viel verraten zu wollen, seinen Abschluss. Ganz unbeteiligt an den aktuellen Ermittlungen ist Zankl freilich trotzdem nicht: Ausgerechnet die Kriminalhauptkommissarin Hermine Grill (Xenia Tiling) bittet ihn um Unterstützung im Mordfall der toten Floristin.

Drei neue Filme zum Fünf-Jahre-Jubiläum

Es braucht schon ein sehr gutes Langzeitgedächtnis, um sich an die Ereignisse des vor anderthalb Jahren gezeigten Films "Gier nach Gold. Ein Krimi aus Passau" erinnern zu können. Der Haupthandlung des über weite Strecken ein wenig zu düster gedrehten Films "Der Rote Wolf. Ein Krimi aus Passau" kann man allerdings auch ohne den vorherigen Film zu kennen, überraschend gut folgen.

Insgesamt 5,53 Millionen Menschen sahen "Gier nach Gold. Ein Krimi aus Passau" bei der Erstausstrahlung im Februar 2024, was ein leichter Rückgang im Vergleich zu den vorherigen Filmen ist. Allgemein betrachtet erfreut sich die 2020 gestartete Reihe jedoch auch nach fünf Jahren noch großer Beliebtheit beim Publikum wie auch beim Cast: "Das Besondere an der Reihe für mich ist in allererster Linie, dass wir als 'Kommissare' immer privat ermitteln", beschreibt Hauptdarstellerin Marie Leuenberger: "Im Gegensatz zu den klassischen Krimiformaten hat das natürlich ganz andere Qualitäten, weil wir keinen Polizeistab hinter uns haben und deswegen auf meist ungewöhnliche Weise ermitteln müssen. Dies bietet vielseitige und oft verschrobene Möglichkeiten, einen Fall zu lösen. Wir müssen einfallsreich sein und werden immer wieder überrascht."

Mussten sich Fans der Reihe bislang mit zwei neuen Filmen im Zwei-Jahres-Rhythmus zufriedengeben, hat der federführende BR diesmal die Schlagzahl erhöht: Mit "Niemand stirbt gern allein. Ein Krimi aus Passau" und "Bis auf den Knochen. Ein Krimi aus Passau" sind an den kommenden Donnerstagen noch zwei neue Filme zur Primetime im Ersten zu sehen, Regie führte auch hier Jan Fehse. Die Drehbücher stammen wie bei allen bislang gezeigten Filmen von Michael Vershinin, der sich für "Bis auf den Knochen" allerdings Unterstützung von Robert Hummel holte.

Der Rote Wolf. Ein Krimi aus Passau – Do. 11.09. – ARD: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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