Die Magie des Spielens
02.05.2019 • 20:15 - 21:00 Uhr
Report, Dokumentation
Lesermeinung
Kinder spielen von Natur aus gerne - genauso wie viele Tiere wie Hunde und Katzen. Aber auch Fische und sogar Spinnen spielen.
Vergrößern
Spielen scheint unerlässlich für unser Sozialverhalten und für unsere psychische Gesundheit zu sein.
Vergrößern
Forscher haben festgestellt, dass Spielen bei Tieren ihre Überlebenschancen erhöht.
Vergrößern
Je riskanter das Spiel, desto besser entwickeln wir uns mental, motorisch und sozial.
Vergrößern
Unsere Kinder verbringen immer weniger Zeit mit freiem Spiel - wirkt sich das negativ auf ihre körperliche und geistige Entwicklung aus?
Vergrößern
Jeder Mensch hat einen natürlichen Spieltrieb.
Vergrößern
Freies Spiel wirkt sich positiv auf die körperliche und geistige Entwicklung aus.
Vergrößern
Freies Spielen macht klug und gesund.
Vergrößern
Report, Dokumentation

Statt im Wald vorm Computerbildschirm?

Von Andreas Schoettl

Der natürliche Spieltrieb fördert die mentale, motorische und soziale Entwicklung. Doch heute verbringen Kinder immer weniger Zeit mit freiem Spiel. Forscher sind besorgt: Wirkt sich das negativ auf ihre körperliche und geistige Verfassung aus?

Wie wichtig das Spielen ist, zeigen Beispiele aus der Tierwelt. So haben Forscher herausgefunden, dass Spinnenweibchen mehr Eier ablegen, wenn sie ihrem natürlichen Spieltrieb nachgegangen sind. Anders hingegen wirkt es, wenn genau dieser Trieb unterdrückt wird. So haben Versuche gezeigt, dass Ratten zu depressiven Verstimmungen neigen, wenn sie ihren Spieltrieb nicht ausleben können. Anhand dieses Wissens aus dem Reich der Tiere sorgen sich Forscher im Film von Christine McLean um die heutige Jugend. Studien haben unter anderem gezeigt, dass die Kinder immer weniger Zeit mit dem freien Spiel verbringen. Mit welchen Folgen?

Die traurige Entwicklung, dass Kinder beispielsweise nicht mehr auf Bäume klettern, führen Entwicklungspsychologen unter anderem auf den Einzug elektronischer Spiele zurück. In den 1990er-Jahren haben sie ihren Siegeszug durch die Kinderzimmer erhalten. Gespielt wird heute zu Hause, oft genug vor einem Computerbildschirms sitzend. Nun sind die Forscher besorgt. Sie sagen: "Diejenigen, die in den 90-ern zu lange vor Bildschirmen und Gameskonsolen gesessen sind, erinnern sich möglicherweise selbst nicht mehr daran, wie wichtig unkontrolliertes, riskantes Spiel in der Kindheit ist." Die Wissenschaftler sehen dadurch die mentale, motorische und soziale Entwicklung erst recht bei deren Nachwuchs gefährdet.

Im Anschluss an die Wissenschaftsdokumentation am Donnerstagabend bei 3sat diskutiert Gert Scobel ein vergleichbares Thema. Ab 21 Uhr beschäftigen sich der Moderator und dessen Gäste ebenfalls mit der "Magie des Spielens". Die allgemeine Meinung dabei lautet, dass Spielen eine der wichtigsten Kulturtechniken überhaupt sei. Denn Spielen setzt unter anderem auch Botenstoffe frei, die dafür sorgen, dass die Vernetzungen im Gehirn wachsen und zunehmen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Das beste aus dem magazin

Prof. Dr. med. Burkhard Sievers ist Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie, Zusatzbezeichnungen: Hypertensiologie, Notfallmedizin, kardiovaskuläre Magnetresonanztomografie, kardiovaskuläre Computertomografie, interventionelle Kardiologie, interventionelle Angiologie, Herzinsuffizienz, Lipidologie, Gendermedizin und in seinen Praxen Cardiomed24 tätig sowie Buchautor (ZS-Verlag: „So heilt man heute. Die häufigsten Volkskrankheiten geschlechtsspezifisch besser behandeln“).
Gesundheit

Pflege: Früh genug selbst aktiv vorsorgen

Pflegebedarf trifft oft unerwartet zu. Wer sich frühzeitig mit bürokratischen Hürden und einem Unterstützernetzwerk auseinandersetzt, ist besser vorbereitet.
Sandra Ludewig
HALLO!

„Das beste Album, das wir je gemacht haben“

Nicholas Müller, Sänger von Jupiter Jones, ist begeistert von ihrem neuen Album. "Ich trag den Sarg, du trägst was Buntes" verbindet Trauer und Freude. Es ist das politischste Werk der Bandgeschichte und bietet mehr als nur den bekannten Hit "Still".
Gettymages/Olga Yastremska
Gesundheit

Regelmäßig zum Hörtest

Hörverlust entwickelt sich oft unbemerkt über Jahre. Regelmäßige Hörtests können helfen, rechtzeitig gegenzusteuern und Risiken wie soziale Isolation und Demenz zu minimieren.
Stiftung UPD
Gesundheit

Pflege: Werden Angehörige bald stärker belastet?

Die Pflegereform sorgt für Diskussionen: Steigende Kosten könnten dazu führen, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mehr Verantwortung tragen müssen. Besonders Frauen könnten durch häusliche Pflege zusätzlich belastet werden.
Gettymages/fcafotodigital
Gesundheit

Eisen: Nicht nur für die Blutbildung wichtig

Eisen ist essenziell für den Sauerstofftransport im Körper und unterstützt zahlreiche Funktionen wie den Energiestoffwechsel und das Immunsystem. Ein Mangel kann schwerwiegende Folgen haben.
Ein Mann schläft.
Gesundheit

Schlafapnoe: Unterschätzte Gefahr durch Atemaussetzer

Schlafapnoe ist ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko. Atempausen können zu Bluthochdruck, Herzinfarkten und Schlaganfällen führen. Moderne Therapieansätze bieten effektive Lösungen für Betroffene.