Die Plastikflut
21.02.2019 • 20:15 - 21:00 Uhr
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
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Von 1950 bis 2015 sind weltweit rund 6,3 Milliarden Tonnen Plastikmüll angefallen.
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Wo Plastik ist, da sind in der Regel auch Quallen. Ihr Schleim könnte bei der Entsorgung von Plastikmüll helfen, denn er bindet Nanopartikel.
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Unsichtbare Gefahr

Von Andreas Schöttl

In den nächsten 30 Jahren wird sich die Menge des Plastikmülls erneut verdoppeln. Die Regierungen sind gezwungen zu handeln.

Erst im Dezember vergangenen Jahres wurde es unter Dach und Fach gebracht: das EU-Verbot von Einweg-Plastik. Das bedeutet: Plastikteller, Trinkhalme und weitere Wegwerfprodukte aus Kunststoff werden vom Markt genommen. Die Änderungen treten 2021 in Kraft. Und sie erscheinen längst überfällig. Laut Europäischer Union fallen in Europa jährlich 26 Millionen Tonnen Plastikmüll an. Für den nicht unerheblichen Teil von sechs Millionen Tonnen ist allein Deutschland verantwortlich. Doch zwischen den riesigen Müllbergen ist die eigentliche Gefahr nicht sichtbar: Mikroplastik! Ob als Tüten, Flaschen oder Kisten – durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, Hitze, Kälte oder Reibung zersetzt sich das Plastik in kleinste Partikel. Diese schaden der Natur nicht nur dort, wo sie beinahe hemmungslos genutzt werden. Die Autoren Albert Knechtel und Nanje Teuscher zeigen in ihrem Beiotrag "Die Plastikflut" auf, wie Mikroplastik zu einem globalen Problem wird. Es gelangt über das Abwasser in Flüsse und darüber schließlich in die Meere. Die Folgen sind mitunter fatal. In Meeresbewohnern, die nur kurz durch einen Müllstrudel geschwommen sind, haben Forscher bereits Rückstände von Kunststoffen in Blut und Organen nachgewiesen.

Im Anschluss an die Wissenschaftsdokumentation am Donnerstagabend bei 3sat diskutiert Gert Scobel ab 21 Uhr ein vergleichbares Thema. Auch er widmet sich mit seinen Gästen aus Wissenschaft und Forschung den Gefahren der "Plastikflut". Scobel rechnet unter anderem vor, dass sich die Menge des Plastikmülls allein in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt habe.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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